Politik : NACHRICHTEN

IRAN

EU hält sich bei Sanktionen zurück

Brüssel - Angesichts der für den 1. Oktober geplanten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm rückt die EU von einer Verschärfung der Sanktionen gegen Teheran ab. Führende EU-Politiker sprachen sich am Dienstag dafür aus, vor neuen Beratungen über Sanktionen die Gespräche abzuwarten. Das Treffen werde voraussichtlich in der Türkei stattfinden, sagte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana. Auf die Frage nach neuen Sanktionen entgegnete Solana: „Zu diesem Zeitpunkt versuchen wir, die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.“ Die Sanktionsdrohung bleibe aber.AP

RUSSLAND

Mehr Militär in Georgien

Moskau - Russland verstärkt seine militärische Präsenz in den georgischen Rebellenregionen Abchasien und Südossetien. Am Dienstag unterzeichnete das Land nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mit den beiden Kaukasusgebieten ein Abkommen mit einer Laufzeit von 49 Jahren. Es sieht die Errichtung von Stützpunkten sowie die Stationierung von jeweils 1700 russischen Soldaten vor. Zudem erklärte Russland, es wolle auch die Gewässer vor Abchasien vor Eindringlingen schützen. rtr

IRAK

Schuhwerfer freigelassen

Bagdad - Nach neunmonatiger Haft ist der durch seinen Schuhwurf auf den damaligen US-Präsidenten George W. Bush bekannt gewordene irakische Journalist Muntaser al Saidi wieder frei. Er sei im Gefängnis gefoltert worden, sagte der 30-Jährige bei einer Pressekonferenz bei seinem Ex-Arbeitgeber, dem TV-Sender Al Baghdadia. Saidi, dessen Aktion in der arabischen Welt umjubelt worden war, erwartete ein Heldenempfang. AFP

NAHOST

UN rügen Kriegsverbrechen

New York/Genf - Im Gaza-Krieg vor acht Monaten haben sich einem UN-Bericht zufolge Israelis und Palästinenser zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig gemacht. Der Leiter des UN-Untersuchungsteams, Richard Goldstone, sagte in New York, sein Team habe starke Beweise für diese Vorwürfe. „Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Aktionen des israelischen Militärs auf Kriegsverbrechen und in mancher Beziehung vielleicht auch auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinauslaufen“, sagte Goldstone, der selbst Jude ist. Die Offensive habe die Zivilbevölkerung treffen sollen, allerdings hätten auch die Palästinenser Israels Bevölkerung attackiert. dpa

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