Politik : NACHRICHTEN

LIBANON

Syrien droht Staatsanwalt Mehlis

New York - Syrien erwägt, gegen den Berliner Staatsanwalt Detlev Mehlis zu klagen. In einem Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beschuldigt die syrische Regierung den Deutschen der Befangenheit bei den Ermittlungen zum Mord am früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri im Februar 2005. Mehlis und sein Assistent Gerhard Lehmann hätten Syrien „um jeden Preis“ mit dem Hariri-Mord in Zusammenhang bringen wollen, heißt es in dem Brief. Mehlis war vom UN-Sicherheitsrat beauftragt worden, für das Hariri-Tribunal nach den Verantwortlichen des schweren Bombenattentats zu suchen. dpa

INDONESIEN

Spezialeinheit tötet Terroristenführer

Jakarta - Der indonesische Staatsfeind Nummer Eins ist tot: Eine Anti-Terror- Einheit der Polizei tötete den aus Malaysia stammenden Terroristenführer Noordin Mohammed Top bei der Razzia eines Verstecks auf der Insel Java. Nach einer stundenlangen Schießerei und mehreren Explosionen stürmte ein Sonderkommando der Polizei am frühen Donnerstagmorgen ein Haus bei Solo. Bei dem Einsatz seien vier Menschen getötet worden, sagte Indonesiens Polizei-Chef Bambang Hendarso Dunari. Nach seinen Angaben wurden zwei Männer und eine Frau festgenommen. AFP

SOMALIA

Anschlag auf Friedenstruppe

Mogadischu - Drei Tage nach der Tötung eines der meistgesuchten Terrorverdächtigen Afrikas in Somalia haben sich islamische Fundamentalisten mit einem Selbstmordanschlag gerächt. Bei dem Anschlag auf das Lager der Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) bei Mogadischu wurden bis zu elf Menschen getötet. Die islamistische Al-Shabbab-Miliz bekannte sich zu der Tat. AP

JEMEN

80 Zivilisten Tote bei Luftangriff

Sanaa - Bei einem Luftangriff der Armee sind im Jemen mehr als 80 Zivilisten getötet worden, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Der Angriff vom Mittwoch zielte auf ein Flüchtlingslager im Norden des Landes. Aus Regierungskreisen in Sanaa verlautete, ein Kampfjet habe Rebellen attackiert, die aus einer Ansammlung von Zivilisten heraus geschossen hätten. Ein Zeuge sprach von „mindestens 87 Getöteten“. AFP

SPANIEN

Haftbefehl gegen drei KZ-Wächter

Madrid - Die spanische Justiz hat internationale Haftbefehle gegen drei mutmaßliche Nazi-Verbrecher erlassen. Der Madrider Ermittlungsrichter Ismael Moreno teilte mit, dass die drei Männer im Verdacht stehen, als KZ-Wächter Beihilfe zum Völkermord geleistet zu haben. Johann Leprich und Anton Tittjung leben nach Angaben der spanischen Justiz in den USA. Josias Kumpf soll in Österreich leben. Der Richter legt ihnen zur Last, an Verbrechen in den Konzentrationslagern Mauthausen und Sachsenhausen beteiligt gewesen zu sein. dpa

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