Politik : NACHRICHTEN

UGANDA

Somalischer MInister festgenommen

Kampala/Berlin - Der somalische Vize- Verteidigungsminister Yusuf Mohammed Siad ist am Dienstag in Uganda vorübergehend festgenommen worden. Am Mittwoch wurde Siad nach Angaben eines Armeesprechers wieder freigelassen. „Wir haben Geheimdienstinformationen erhalten, dass er heimlich eingereist ist“, sagte Armeesprecher Felix Kulayigye. „Noch vor etwa drei Monaten war er ein Aufständischer.“ Siad war bis vor kurzem Befehlshaber der islamistischen Gruppierung Hisbul al Islam, die dem wichtigsten Gegenspieler des Übergangspräsidenten, Scheich Hassan Dahir Aweys, nahesteht. Die Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik , Annette Weber, sagte dem Tagesspiegel: „Das war ein wichtiges Signal, dass die Nachbarländer im Konflikt in Somalia klar Position beziehen.“ dpa/deh

IRAN

Atomgespräche positiv gewertet

Teheran - Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich positiv zu den jüngsten Gesprächen über das iranische Atomprogramm in Genf geäußert. Die Verhandlungen seien „ein Schritt nach vorne“ gewesen, zitierte des Staatsfernsehen Ahmadinedschad am Mittwoch. Er hoffe, dass es so weitergehen werde und es zu einer „konstruktiven Zusammenarbeit“ komme, um „alle offenen globalen Fragen“ zu lösen. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte sich vorsichtig optimistisch zu den Gesprächen geäußert. AFP

NAHOST

Abbas unter Druck

Ramallah - Der UN-Bericht über Kriegsverbrechen der Hamas und Israels bei der Gazaoffensive Anfang des Jahres bringt den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas unter Druck: Angesichts zunehmender Proteste im Westjordanland erklärte am Mittwoch einer seiner Berater, der vorläufige Verzicht auf eine strafrechtliche Verfolgung Israels sei ein Fehler gewesen. Unter massivem amerikanischen Druck hatte Abbas vergangene Woche im UN-Menschenrechtsrat seine Unterstützung für einen Antrag zurückgezogen, den 575 Seiten umfassenden Bericht des südafrikanischen Richters Richard Goldstone der Vollversammlung zur Einleitung weiterer Maßnahmen zu übergeben. Das wäre der erste Schritt zur Einrichtung eines Kriegsverbrechertribunals gewesen. AFP

Peres will Muslime beruhigen

Jerusalem - Der israelische Staatspräsident Schimon Peres hat sich am Mittwoch um eine Beruhigung der gespannten Lage in Jerusalem bemüht. „Nach jüdischem Glaubensgesetz ist es verboten, unter heiligen Stätten zu graben“, erklärte Peres nach Angaben seines Büros. Muslime befürchten, dass Israel heimlich unter dem Tempelberg gräbt, um die Überreste des im Jahre 70 zerstörten jüdischen Tempels freizulegen. „Wir werden alle gemeinsam die heiligen Stätten beschützen, damit jeder beten kann“, sagte der Präsident. dpa

RUSSLAND

Gedenken an ermordete Journalistin

Moskau - Drei Jahre nach dem Mord an der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja haben Menschen in Russland und im Westen mit Mahnwachen an das politische Verbrechen erinnert. Politkowskaja war am 7. Oktober 2006 vor ihrer Moskauer Wohnung erschossen worden. dpa

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben