Politik : NACHRICHTEN

EUROPA

EU-Kommission hält an Verbot

von Flüssigkeiten im Fluggepäck fest

Brüssel - Die verschärfte Kontrolle des Handgepäcks auf europäischen Flughäfen wird weiter gehen. Die EU-Kommission lehnt es ab, das Verbot von Flüssigkeiten im Fluggepäck zu lockern. Beim EU-Verkehrsministerrat in Luxemburg wird sie heute den Regierungen einen Vorschlag auf den Tisch legen, der eine Beibehaltung der scharfen Sicherheitsregeln vorsieht. Die Bundesregierung unterstützt die harte Haltung der EU-Kommission, die das Risiko für Flugpassagiere möglichst weitgehend begrenzen will. Dagegen hatte das Europaparlament schon vor Monaten die EU-Behörde aufgefordert, das Flüssigkeitsverbot zu überprüfen und die Kontrollen auf den Flughäfen zu vereinfachen. Eine Mehrheit der Abgeordneten ist der Meinung, dass der große Aufwand für die Kontrolle des Handgepäcks und die langen Wartezeiten bei der Sicherheitsüberprüfung in keinem vernünftigen Verhältnis zum Gewinn an Sicherheit stehen. tog

ISRAEL

Rabbiner gegen jüdische Besuche

auf dem Tempelberg

Jerusalem - Eine der wichtigsten religiösen Autoritäten der ultra-orthodoxen jüdischen Strömung hat im Streit um den Tempelberg in Jerusalem ein Machtwort gesprochen. Israelische Medien berichteten am Donnerstag, Rabbi Josef Eljaschiv habe Staatspräsident Schimon Peres gesagt: „Juden dürfen den Tempelberg nicht besuchen“. Abgesehen von dem Aspekt des jüdischen Religionsgesetzes, das dieses verbiete, wäre es auch „eine Provokation der Weltnationen, die zu Blutvergießen führen könnte“, sagte der Rabbiner den Angaben zufolge. dpa

UN

Report über Gazakrieg

soll vor den Sicherheitsrat

New York - Die arabischen Länder bestehen darauf, dass der sogenannte Goldstone-Report über mögliche Kriegsverbrechen im Gazakrieg Anfang des Jahres vor den Weltsicherheitsrat kommt. Bei einer Dringlichkeitssitzung am Mittwoch (Ortszeit) in New York konnten sie sich mit ihrer Forderung jedoch nur bedingt durchsetzen. dpa

LIBYEN

Gaddafi bringt seinen Sohn

als Nachfolger ins Gespräch

Tripolis - Der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi hat seinen Sohn Seif al Islam erstmals als möglichen Nachfolger ins Spiel gebracht. Die arabische Zeitung „Al Sharq al Awsat“ berichtete am Donnerstag, Oberst Gaddafi habe am vergangenen Dienstag während eines geheimen Treffens in der Stadt Sebha an Regierungsbeamte und Angehörige des Allgemeinen Volkskongresses (Parlament) appelliert, ein öffentliches Amt für seinen Sohn zu finden, „damit er seine Pflicht gegenüber dem libyschen Volk erfüllen kann“. dpa

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