Politik : NACHRICHTEN

GROSSBRITANNIEN

Gegen Eon-Kohlekraftwerk –

80 Demonstranten festgenommen

London - Bei Protesten gegen ein englisches Kohlekraftwerk des Energieversorgers Eon sind rund 80 Demonstranten festgenommen worden. Drei Polizisten wurden bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten verletzt, als die am Samstag versuchten, auf das Gelände des Kraftwerks Ratcliffe-on-Soar bei Nottingham zu gelangen. Ein Beamter musste mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus geflogen werden. Die meisten Aktivisten waren festgenommen worden, als sie versuchten, die Einzäunung des Kraftwerkes zu durchbrechen. Die Anlage hat eine Kapazität von 2000 Megawatt und zählt zu den größten Produzenten von Kohlendioxid in Großbritannien. Rund 1000 Umweltschützer wollten gegen den Klimawandel mobil machen und verlangten die Stilllegung des Kraftwerks. Zu den Zusammenstößen mit der Polizei war es gekommen, als einige Demonstranten Sicherheitszäune niederreißen wollten. dpa

IRAK

Bombe zerstört

wichtige Brücke

Bagdad - Durch eine Autobombe ist im Irak eine Autobahnbrücke zerstört worden, die unter anderem für den Abzug der US-Truppen wichtig ist. Ein Selbstmordattentäter zündete den in einem Lkw versteckten Sprengsatz laut Polizei am Samstag in der Nähe von Ramadi, 125 Kilometer westlich von Bagdad. Tote oder Verletzte gab es nicht. Die Autobahn verbindet den Irak mit Syrien und Jordanien. Auf dieser Strecke sind viele Iraker vor der Gewalt im Land geflohen, außerdem wird sie von den amerikanischen Streitkräften für ihren Truppenabzug genutzt. Bei mehreren weiteren Anschlägen wurden am Samstag neun Iraker getötet, die meisten von ihnen Sicherheitskräfte. AP

SIMBABWE

Mugabe ignoriert

Regierungskrise

Harare - Der simbabwische Präsident Robert Mugabe zeigt sich unbeeindruckt von der Krise seiner Einheitsregierung. Sein Sprecher George Charamba sprach in der staatlichen Zeitung „The Sunday Mail“ von einer „unnötigen Aufregung“ des Koalitionspartners Morgan Tsvangirai. Mugabe sei mit der Vermittlung von Stipendien und mit der Begrüßung von Fußballspielern beschäftigt und werde sich wohl „zur rechten Zeit“ um die Angelegenheit kümmern. Ministerpräsident Morgan Tsvangirai hatte am Freitag zumindest vorläufig die Zusammenarbeit mit Mugabes Partei Zanu-PF aufgekündigt. Aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen und einseitiges Vorgehen der Zanu-PF will Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) nicht mehr an Kabinettssitzungen teilnehmen oder in der Exekutive mit der Partei Mugabes zusammenarbeiten. Tsvangirai hatte sich nach einer umstrittenen Präsidentenwahl und einem erbitterten Machtkampf im Februar auf die Bildung einer Einheitsregierung mit Mugabe eingelassen. AP

KANADA

Schiff mit Bootsflüchtlingen

vor British Columbia gestoppt

Vancouver - Ein Schiff mit 76 mutmaßlichen Bootsflüchtlingen an Bord ist vor der Pazifikküste des Landes gestoppt worden. Wie die Zeitung „Vancouver Sun“ berichtete, stoppte die kanadische Polizei das vermutlich aus Sri Lanka kommende Schiff „Ocean Lady“, als es sich im Gewässer der Provinz British Columbia befand. Anschließend wurde es in den Hafen der Provinzhauptstadt Victoria auf Vancouver Island geleitet. Schüsse seien nicht gefallen, auch sei bei der Aktion niemand verletzt worden. Die Menschen an Bord sagten den Behörden, sie wollten nach Kanada. dpa

RUSSLAND

Friedhof für deutsche Soldaten

bei Kursk eingeweiht

Kursk - Mehr als 60 Jahre nach der Panzerschlacht nahe der südrussischen Stadt Kursk hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dort einen Soldatenfriedhof für die im Zweiten Weltkrieg getöteten deutschen Soldaten eingerichtet. Die Anlage in der 18 Kilometer entfernten Ortschaft Besedino wurde am Samstag mit Unterstützung der Gebietsverwaltung eingeweiht. Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey (CDU) hielt eine Gedenkansprache. Zu der Einweihung waren rund 280 Angehörige gefallener Soldaten angereist. AFP

KOSOVO/MAZEDONIEN

Pristina und Skopje nehmen

diplomatische Beziehungen auf

Skopje - Nach der Beilegung ihres langwierigen Grenzstreits haben die frühere jugoslawische Teilrepublik Mazedonien und die ehemalige serbische Provinz Kosovo diplomatische Beziehungen aufgenommen. Das teilte das mazedonische Außenministerium am Sonntag mit. Zuvor hatten die Parlamente beider Länder eine Grenzvereinbarung ratifiziert. AFP

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben