Politik : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Vorwürfe gegen Wahlkommission

Kabul - Vor der zweiten Runde der Präsidentenwahl in Afghanistan hat Herausforderer Abdullah Abdullah die Entlassung des Vorsitzenden der umstrittenen Wahlkommission (IEC) gefordert. Um eine „freie und faire“ Stichwahl am 7. November zu ermöglichen, müssten IEC-Chef Asisullah Ludin sowie drei Minister abgelöst werden, sagte Abdullah. Er macht die Kommission sowie Teile der Kabinetts für massive Wahlfälschungen zugunsten von Amtsinhaber Hamid Karsai im ersten Wahlgang Ende August verantwortlich. Karsai lehnte die Entlassungen ab, die IEC wies die Vorwürfe zurück. dpa

PAKISTAN

Mehr als 50 Tote bei Gefechten

Islamabad - Bei heftigen Gefechten zwischen pakistanischen Sicherheitskräften und Kämpfern der radikal-islamischen Taliban sind im Nordwesten des Landes mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen. Allein im Rahmen der Großoffensive des Militärs im Stammesgebiet Süd-Waziristan starben am Montag 19 Aufständische und sechs Soldaten. Wie die Armee mitteilte, festigten Regierungstruppen zudem ihre Stellungen in der am Wochenende unter Kontrolle gebrachten Region um Kotkai, der Heimatstadt von Taliban-Chef Hakimullah Mehsud. dpa

URUGUAY

Stichwahl am 29. November

Montevideo - In Uruguay wird am 29. November in einer Stichwahl der künftige Präsident bestimmt. Vorläufigen Ergebnissen von Montag zufolge verpasste der 74-jährige ehemalige Guerilla-Kämpfer Jose Mujica in der ersten Runde die absolute Mehrheit knapp mit rund 47 Prozent der Stimmen. Der ehemalige Mitte-rechts Präsident Luis Lacalle erhielt rund 29 Prozent. rtr

TUNESIEN

Ben Ali für fünfte Amtszeit gewählt

Tunis/Paris - Der tunesische Präsident Zine el Abidine Ben Ali ist am Sonntag erwartungsgemäß mit knapp 90 Prozent der Stimmen für eine fünfte Amtszeit wiedergewählt worden. Die Wahlbeteiligung lag laut Innenministerium bei 89 Prozent. Die Wahlbeobachter der Afrikanischen Union sprachen von einer ruhigen und ordnungsgemäßen Wahl. Weitere unabhängige Beobachter gab es nicht. Für Ben Ali, der seit 22 Jahren an der Macht ist, ist es die fünfte und laut Verfassung letzte Amtszeit, da ein Kandidat nicht älter als 75 sein darf. dpa

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