Politik : NACHRICHTEN

PAKISTAN

250 000 Zivilisten

auf der Flucht vor Kämpfen

Islamabad - Im Nordwesten Pakistans haben nach Angaben der Armee bis zu 250 000 Zivilisten von den Kämpfen zwischen Soldaten und Taliban die Flucht ergriffen; das wäre etwa die Hälfte der Bevölkerung der umkämpften Gebiete in Süd-Waziristan. Sie seien in die benachbarten Bezirke Dera Ismail Khan und Tank geflohen, hieß es. Insgesamt leben rund 500 000 Menschen in Süd-Waziristan. Die pakistanische Armee kämpft in der Taliban-Hochburg und dem Al- Qaida-Rückzugsgebiet seit mehr als zwei Wochen in einer Bodenoffensive gegen radikalislamische Aufständische. AFP

VEREINTE NATIONEN

Waffenhandel soll künftig

schärfer kontrolliert werden

New York - Die Vereinten Nationen wollen den internationalen Waffenhandel schärfer kontrollieren. Der UN-Abrüstungsausschuss gab in New York mit überwältigender Mehrheit grünes Licht für die Ausarbeitung eines entsprechenden Vertrags. Auch die USA, die das Vorhaben bisher blockiert hatten, stimmten zu. Sie sind der weltgrößte Waffenexporteur. Der Vertrag soll verhindern, dass Rüstungsgüter in die Hände von Terroristen und Kriegsverbrechern gelangen. Die UNVollversammlung muss den Beschluss noch bestätigen. Dies gilt nach der Vorentscheidung vom Freitag jedoch als sicher. 153 der 192 UN-Mitgliedsstaaten stimmten für den Plan, nur Simbabwe votierte dagegen. 19 Länder – darunter China, Russland, Saudi-Arabien, Indien, Pakistan und der Iran – enthielten sich. dpa

HONDURAS

Gestürzter Präsident stellt

Einigung wieder infrage

Tegucigalpa - Die Beendigung der Staatskrise in Honduras steht wieder infrage: Der gestürzte Präsident Manuel Zelaya verlangte seine Wiedereinsetzung bis spätestens Donnerstag. Eine Diskussion über sein Amt als Präsident werde er nicht zulassen, sagte er. Das Parlament, das vereinbarungsgemäß über die Frage der Wiedereinsetzung abstimmen soll, verbat sich jedweden zeitlichen oder inhaltlichen Druck. Damit spricht vieles dafür, dass die am Donnerstag getroffene Vereinbarung zwischen Zelaya und seinem Widersacher, Interimspräsident Roberto Micheletti, wieder hinfällig ist. dpa

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