Politik : NACHRICHTEN

Ex-Bundesfinanzminister

Matthöfer gestorben

Dresden - Der frühere Bundesfinanzminister und langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete Hans Matthöfer ist tot. Matthöfer sei nach längerer Krankheit gestorben, gab der neue SPD-Chef Sigmar Gabriel bekannt. Der 84-jährige Matthöfer war seit 1950 Mitglied der SPD und wurde 1961 in den Bundestag gewählt. Unter Helmut Schmidt (SPD) war er zunächst Minister für Forschung und Technologie. 1978 wurde er Bundesfinanzminister. Der Diplom-Volkswirt war auch langjähriges Mitglied im SPD-Vorstand. 1985 übernahm er das Amt des Schatzmeisters bis 1987. Gabriel hob hervor, Matthöfer habe als Finanzminister die Konsolidierung des Haushalts mit einer zeitgemäßen Konjunkturpolitik verbunden. „Sein Lebenswerk steht beispielhaft für die Kraft und den Mut der Arbeiterbewegung.“ AFP

Künast kritisiert

„tollkühne“ Steuerpläne

Berlin - Vor der Kabinettsklausur in Meseberg hat Grünen-Fraktionschefin Renate Künast FDP-Chef Guido Westerwelle vorgeworfen, die Innenpolitik zu vernachlässigen. „Westerwelle versucht, sich mit viel Reisetätigkeit als Außenminister zu platzieren. Zu den tollkühnen Steuerplänen der Koalition ist von ihm nichts zu hören“, sagte Künast dem Tagesspiegel. Westerwelle verschließe die Augen davor, dass seine Wahlversprechen nicht haltbar seien. Dass auch die Wirtschaftsweisen die Steuersenkungspläne kritisiert hätten, ignoriere der FDP-Vorsitzende völlig. „Schwarz-Gelb setzt nur auf Glaube und Hoffnung, aber nicht auf Vernunft“, sagte Künast. Tsp

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