Politik : NACHRICHTEN

Ex-SS-Mann wegen Mord

an Zwangsarbeitern angeklagt

Düsseldorf - Ein ehemaliger SS-Mann soll sich wegen des Mordes an 58 Zwangsarbeitern kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs vor Gericht verantworten. Die Anklage wirft dem heute 90-jährigen Rentner vor, mit einer SS-Panzer-Division am 28. März 1945 in einem Wald im heutigen Österreich jüdische Zwangsarbeiter beraubt und erschossen zu haben. rtr

Städte für weltweite Kooperation

bei Klimaschutz

Hamburg - Mit einem Aufruf zum Engagement von Städten beim Kampf gegen die Erderwärmung hat ein Klimakongress in Hamburg begonnen. Städte könnten damit die Wirtschaft stärken und ihre Lebensqualität verbessern, sagte der EU-Generaldirektor für Energie und Transport, Matthias Ruete. Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) wies darauf hin, dass 75 Prozent der Treibhausgase aus städtischen Regionen stammen. dpa

Deutscher Todesfahrer

löst Streit mit Moskau aus

Moskau/Münster - Ein Deutschlehrer aus Münster hat in Moskau vor einem Jahr zwei Jugendliche totgefahren und damit politischen Streit ausgelöst: Das russische Außenministerium kritisiert die Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung mit einer Geldbuße von 5000 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot für den ehemaligen Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Moskau als „nicht der Schwere des Verbrechens“ entsprechend und forderte die deutsche Justiz auf, das Urteil des Münsteraner Gerichts zu verschärfen. Russland wolle im Rahmen der juristischen Möglichkeiten und politischen Kontakte für „Gerechtigkeit“ sorgen, teilte das Ministerium mit. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Strafe sei angemessen und liege „nicht am unteren Rand“ des Möglichen. dpa

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