Politik : NACHRICHTEN

USA

Spione aus Liebe zu Kuba –

Lange Haftstrafen

Washington - Ein Ex-Beamter des US-Außenministeriums und seine Frau haben vor Gericht zugegeben, 30 Jahre lang für Kuba spioniert zu haben. Das Schuldbekenntnis bringt Walter Myers (72) nach einer gerichtlichen Vereinbarung lebenslange Haft ein, während seine Frau Gwendolyn (71) mit sechs bis siebeneinhalb Jahren Gefängnis davonkommt. Der Lohn für ihre Spionagetätigkeit war gering. So gaben die Eheleute als Motiv Liebe zu Kuba an. dpa

RUSSLAND

Medwedew mahnt Regierungspartei zu mehr Demokratie

St. Petersburg - Sechs Wochen nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Kommunalwahl in Russland hat Präsident Dmitri Medwedew von der Regierungspartei Geeintes Russland mehr Demokratie gefordert. Mit indirektem Verweis auf die umstrittene Abstimmung vom 11. Oktober sagte Medwedew auf dem Parteitag in St. Petersburg, Parteinteressen dürften nicht mit öffentlichen Interessen verwechselt werden. „Demokratie ist nicht für Parteien da, weder die regierenden noch oppositionelle, sondern für das Volk“. Geeintes Russland sei stark genug, seine Dominanz auch ohne Unterlaufen demokratischer Standards zu behaupten, sagte Medwedew. „Ihr müsst lernen, im offenen Kampf zu gewinnen.“ Die Partei gilt als Machtbasis von Ministerpräsident Wladimir Putin. dpa/AP

GROSSBRITANNIEN

Opposition will Truppen

aus Deutschland abziehen

London - Die britischen Konservativen wollen im Fall eines Wahlsiegs im kommenden Jahr die in Deutschland stationierten 25 000 Soldaten zurückholen. Der Tory-Abgeordnete Liam Fox sagte der Zeitung „Daily Telegraph“, damit würden Kapazitäten für Nato-Einsätze außerhalb Europas geschaffen. Fox ist der Kandidat der Konservativen für das Amt des Verteidigungsministers. Die auf vier Garnisonen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aufgeteilten britischen Einheiten kamen nach dem Zweiten Weltkrieg als Besatzungstruppen nach Deutschland. In der Zeit des Kalten Kriegs gehörten sie zum Nato-Abwehrkonzept im Falle einer sowjetischen Invasion. AP

KOLUMBIEN

Bogota verstärkt Truppen

an der Grenze zu Venezuela

Bogotá/Caracas - Kolumbien hat angesichts der Spannungen im Verhältnis zu Venezuela die Verstärkung seiner Truppen an der Grenze zum Nachbarland angekündigt. Dies sei nötig, um die Sicherheit der Bürger im Grenzgebiet zu garantieren, sagte Verteidigungsminister Gabriel Silva. Wann und wie viele Soldaten zusätzlich entsandt würden, blieb zunächst unbekannt. Silva betonte, die zusätzlichen Soldaten sollten auch Brücken über Grenzflüsse stärker bewachen. Am Donnerstag hatte die Regierung in Bogotá gegen die Sprengung von zwei Fußgängerbrücken durch das venezolanische Militär protestiert. dpa

AFGHANISTAN

Verletzte bei Raketenangriff

auf ein Hotel in Kabul

Kabul - Ein Luxushotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Samstag bei einem Raketenangriff beschädigt worden. Nach ersten Medienberichten gab es sieben Verletzte, die Polizei sprach dagegen zunächst nur von zwei Verletzten. Das Serena-Hotel, Anlaufpunkt für zahlreiche ausländische Journalisten und Diplomaten, war bereits im Januar Ziel eines schweren Anschlags der radikalislamischen Taliban gewesen. Damals kamen sieben Menschen ums Leben.dpa

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