Politik : NACHRICHTEN

PAKISTAN

Staatschef Zardari gibt Kontrolle über Atomwaffen ab

Islamabad - Der unter Druck geratene pakistanische Staatschef Asif Ali Zardari hat die Kontrolle über die Atomwaffen des Landes an Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani abgegeben. Die Entscheidung fiel vor dem Auslaufen einer Amnestieregelung für ihn und mehr als 8000 Politiker und Beamte am Samstag. Zardari steht unter anderem wegen Korruptionsvorwürfen in der Kritik. Experten deuten seine Bereitschaft zur Aufgabe von Kompetenzen als Kompromiss, der dem Amtserhalt dienen soll. AP

PHILIPPINEN

Söhne von Ex-Staatschefs kandidieren für Ämter

Manila - Bei den Wahlen auf den Philippinen im kommenden Jahr wollen die Söhne zweier früherer Staatsoberhäupter antreten: Bengini Aquino, Sohn der im Herbst verstorbenen Ex-Präsidentin Corazon Aquino, meldete am Samstag bei der Wahlkommission seine Kandidatur für das Präsidentenamt an. Der Kongressabgeordnete Ferdinand Marcos junior, Sohn des 1986 gestürzten Diktators Marcos, reichte am selben Tag seine Bewerbung um einen Senatorenposten ein. Der 49-jährige Aquino war vielfach zu einer Kandidatur gedrängt worden. Corazon Aquino wird auf den Philippinen als Vorkämpferin der Demokratie verehrt. dpa

MALI

Franzose von Islamisten entführt

Paris - Nach der Entführung eines Franzosen in Mali hat die französische Regierung ihre Landsleute aufgefordert, den Norden und Osten des westafrikanischen Landes zu meiden. Die terroristische Bedrohung habe sich verstärkt, betonte das Außenministerium. Der entführte Franzose befinde sich vermutlich in der Hand der islamistischen Terrorgruppe Al Qaida im islamischen Maghreb (AQMI), berichtete der Sender France-Info am Samstag. Der 61 Jahre alte Franzose war bereits am Mittwoch in Ménaka, etwa 1500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako, von bewaffneten Männern aus dem Hotel entführt worden, in dem er arbeitete. dpa

IRAN

Geistlicher: Teheran könnte Uran im Alleingang anreichern

Teheran - Nach der Rüge durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) hat der Iran sein Recht auf ein ziviles Atomprogramm betont. Der einflussreiche konservative Geistliche Ahmed Chatami sagte am Samstag, die internationale Gemeinschaft stehe in der Pflicht, den Iran mit nuklearen Brennstoffen für seinen Forschungsreaktor zu beliefern. Sollte die IAEO nicht kooperieren, werde das Land Uran selbst höher anreichern. „Das ist legal und im Einklang mit internationalen Garantien“, sagte Chatami beim Gebet zum islamischen Opferfest Eid el Adha an der Universität von Teheran. Der Gouverneursrat der Atomenergiebehörde hatte am Freitag den Iran für sein Verhalten im Atomstreit verurteilt. AFP

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