Politik : NACHRICHTEN

EnBW-Chef fordert Moratorium

für alte Atomkraftwerke

Berlin - Aus der schwarz-gelben Regierungskoalition kommen widersprüchliche Signale zu Laufzeitverlängerungen für die deutschen Atomkraftwerke. Bundesumweltminister Norbert Röttgen ließ offen, ob es überhaupt zu längeren Betriebszeiten für alte Reaktoren kommen wird. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und Unionsfraktionschef Volker Kauder unterstrichen dagegen die Bereitschaft zu Laufzeitverlängerungen. Röttgen lehnte es in der „Rheinischen Post“ ab, sich auf konkrete Verlängerungen festzulegen. Kauder sagte dagegen, es dürfe nicht passieren, dass in den nächsten Monaten Kernkraftwerke vom Netz genommen würden, die den hohen deutschen Sicherheitsstandards entsprächen. Der Chef des Kraftwerksbetreibers EnBW, Hans-Peter Villis, forderte im „Spiegel“, auf die Abschaltung alter Atomkraftwerke vorerst zu verzichten. In der Übergangsphase bis zur Änderung des Atomgesetzes dürfe es nicht zu Abschaltungen kommen. „Alles andere wäre grotesk“, sagte Villis. rtr

Ramelow: Nicht wieder aufs Amt

des Ministerpräsidenten verzichten

Schleiz - Die Linke in Thüringen hat ihren ersten Parteitag nach der Landtagswahl zu einer Abrechnung mit der SPD und zum Aufarbeiten eigener Fehler genutzt. Fraktionschef Bodo Ramelow stellte klar, dass die Linke künftig nicht mehr auf den Posten des Ministerpräsidenten verzichten wird, wenn sie stärkste Kraft ist. Bei der Wahl zum Landesvorstand musste der 48-jährige Knut Korschewsky einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Er erhielt nur 55,8 Prozent der 129 abgegebenen Stimmen. Der landesweit unbekannte Gegenkandidat Stanislav Sedlacik bekam gut ein Drittel der Stimmen (34,9 Prozent). dpa

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