Politik : NACHRICHTEN

Fortbildungsprojekt für Imame

München - Mit bundesweiten Fortbildungskursen für Imame wollen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und das Goethe-Institut die Integration von Muslimen in Deutschland vorantreiben. Das in Zusammenarbeit mit der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) und auf Empfehlung der Deutschen Islam-Konferenz entwickelte Programm startete am Donnerstag in Anwesenheit von 15 Imamen im Nürnberger Rathaus, wie das Goethe-Institut in München mitteilte. Die Kurse für Imame werden zunächst in Nürnberg und Köln angeboten. „Imame können als Brückenbauer und Vermittler zwischen Zugewanderten und der Mehrheitsgesellschaft eine wichtige integrationsfördernde Rolle spielen“, erklärte BAMF-Präsident Albert Schmid. „Migranten, die sich entscheiden, einen größeren Teil ihres Lebens in Deutschland zu verbringen, sollten spüren, dass sie dazugehören“, sagte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann. Sprachkompetenz sei dafür eine „wichtige Voraussetzung“. Das Projekt ist zunächst auf fünf Jahre befristet. In dieser Zeit sollen bundesweit etwa 130 Imame fortgebildet werden. AFP

Mehr Angriffe auf Computer

Berlin - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat vor zunehmenden Angriffen von Kriminellen auf Computersysteme gewarnt. Wichtige Infrastruktur wie Bahn, Flughäfen, Internet oder die Strom- und Wasserversorgung werde nicht nur durch mögliche Terrorattacken bedroht, sondern auch von Kriminellen, die Viren in Computersysteme einschleusen könnten, sagte de Maizière am Donnerstag bei einer Expertentagung in Berlin. Der Minister forderte eine engere Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft, um Katastrophen zu verhindern. dpa

Gericht Münster hält Soli für zulässig

Münster - In der juristischen Auseinandersetzung um den Solidaritätszuschlag hat das Finanzgericht Münster den „Soli“ als verfassungsgemäß eingestuft. Das Gericht stellte sich mit seinem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss gegen eine Entscheidung des niedersächsischen Finanzgerichts in Hannover, das den Zuschlag Ende November für verfassungswidrig erklärt hatte. Mit dem „Soli“ wird sich nun das Bundesverfassungsgericht befassen, da die Hannoveraner Richter die Klage an das höchste deutsche Gericht verwiesen hatten. AFP

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