Politik : NACHRICHTEN

Kapitän der Cap-Anamur mit Ossietzky-Medaille ausgezeichnet

Berlin - Für ihre Verdienste um die Menschenrechte haben der Kapitän der „Cap Anamur“ und ein aus Guinea stammender Geschäftsmann am Sonntag in Berlin die Carl-von-Ossietzky-Medaille erhalten. Beide haben nach Angaben der Internationalen Liga für Menschenrechte „außerordentliche Zivilcourage bewiesen und einen besonderen Beitrag zur Verwirklichung der Menschenrechte geleistet.“ Der Lübecker Kapitän Stefan Schmidt rettete mit dem Schiff „Cap Anamur“ vor fünf Jahren 37 in Seenot geratene Menschen. Dafür musste er sich vor einem italienischen Gericht wegen „Beihilfe zur illegalen Einreise“ verantworten und wurde im Oktober 2009 freigesprochen. Der aus Guinea stammende Dessauer Geschäftsmann Mouctar Bah wurde für seinen Einsatz zur Aufklärung der Todesumstände seines Freundes Oury Jalloh geehrt. Der Asylbewerber war im Januar 2005 bei einem Brand in einer Dessauer Polizeizelle umgekommen. dpa

BND muss Entschädigung an bespitzelten Journalisten zahlen

Hamburg/Berlin - Das Landgericht Berlin hat den Bundesnachrichtendienst (BND) zu einer Entschädigung des von ihm bespitzelten Journalisten Andreas Förster verurteilt. Danach müsse er 10 000 Euro an den Autor der „Berliner Zeitung“ zahlen, bestätigte das Berliner Blatt am Sonntag auf Nachfrage. Ein Mann mit dem Decknamen „Sommer“ habe über vier Jahre versucht, dem Politikredakteur Details zu seinen journalistischen Recherchen rund um das Geheimdienstmilieu zu entlocken. Nach Ansicht des Gerichts habe es sich dabei um eine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung gehandelt, eine Entschuldigung reiche nicht aus. ddp/sag

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