Politik : NACHRICHTEN

IRAN

Teheran will 15 Atomkraftwerke

Manama - Der Iran braucht nach Aussagen von Außenminister Manucher Mottaki zur Energieversorgung bis zu 15 Atomkraftwerke. Auf einer Sicherheitskonferenz in Bahrain bekräftigte Mottaki damit am Samstag die Entschlossenheit seines Landes, mit seiner umstrittenen Atompolitik fortzufahren. Der Westen wirft dem Iran indes vor, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms Kernwaffen zu entwickeln. dpa

AFGHANISTAN

Vizebürgermeister festgenommen

Kabul  - Wegen Korruptionsvorwürfen ist nach dem Bürgermeister von Kabul auch dessen Stellvertreter festgenommen worden. Vize-Generalstaatsanwalt Fasil Ahmad Fakiriar sagte am Sonntag, der stellvertretende Bürgermeister Wahabuddin Sadaat sei von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Sadaat und Bürgermeister Mir Abdul Ahad Sahebi wird vorgeworfen, einen Auftrag ohne Ausschreibung vergeben zu haben. Seit seiner Wiederwahl steht Präsident Hamid Karsai unter wachsendem internationalen Druck, die endemische Korruption in Afghanistan zu bekämpfen. Der britische Premierminister Gordon Brown reiste unterdessen zu einem Überraschungsbesuch nach Afghanistan. dpa

SERBIEN/BOSNIEN-HERZEGOWINA

Bahn von Belgrad nach Sarajevo

Belgrad - Nach fast 18 Jahren gibt es wieder eine direkte Bahnverbindung zwischen Belgrad und Sarajevo. Ein aus nur drei Wagen bestehender Zug verließ am Sonntagmorgen die serbische Hauptstadt und nahm Kurs auf die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina. An Bord befanden sich 17 Personen, von denen neun die gesamte Strecke bis nach Sarajevo reisen wollten. Die etwa achtstündige Fahrt war von hoher symbolischer Bedeutung, weil damit die verbesserten Beziehungen zwischen zwei Staaten bekundet werden sollten, die sich während der Balkankriege der 90er Jahre bitter bekämpft hatten. AP

GEORGIEN

Abchasiens Präsident wiedergewählt

Suchumi - Amtsinhaber Sergej Bagapsch hat die Präsidentenwahl in der abtrünnigen georgischen Region Abchasien mit klarer Mehrheit gewonnen. Mit 59 Prozent der Stimmen habe sich der Präsident klar gegen die vier Mitbewerber durchgesetzt, erklärte die Wahlkommission am Sonntag in Suchumi. Georgien hat die Wahl als „illegitim und unmoralisch“ verurteilt. AP

SUDAN

Einigung mit Rebellen auf Reformen

Khartum - Knapp fünf Jahre nach Abschluss eines Friedensabkommens der sudanesischen Regierung mit den Rebellen im Süden des Landes haben beide Seiten weitere Hindernisse für dessen Umsetzung ausgeräumt. Vor den für kommendes Jahr geplanten Wahlen und dem 2011 vorgesehenen Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudan sei eine Einigung über demokratische Reformen erzielt worden, teilte der Vizechef des regierenden National-Kongresses (NCP), Nafie Ali Nafie, mit. Der Generalsekretär der ehemaligen südsudanesischen Rebellenbewegung SPLM, Pagan Amum, bestätigte Nafies Angaben. AFP

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