Politik : NACHRICHTEN

PAKISTAN

33 Tote bei Anschlag vor Residenz von Provinzminister

Islamabad - Bei einem Selbstmordanschlag vor der Residenz eines Provinzministers sind am Dienstag in der ostpakistanischen Stadt Dera Ghazi Khan mindestens 33 Menschen getötet worden. 90 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Chefarzt des staatlichen Krankenhauses der Stadt, Farhat Hussain. Laut Polizei sprengte sich der Attentäter in einem Auto in die Luft. Hassan Iqbal von der Stadtverwaltung sagte, die Detonation habe das Anwesen des Ministers für Gemeindeentwicklung der Provinz Punjab, Dost Mohammad Khosa, zerstört. Der Minister sei zum Zeitpunkt des Anschlags nicht zu Hause gewesen. dpa/APD

AFGHANISTAN

Selbstmordattentäter reißt in Kabul acht Menschen mit in den Tod

Kabul - Ein Selbstmordattentäter hat am Dienstag in der afghanischen Hauptstadt Kabul acht Menschen mit in den Tod gerissen. Der Täter brachte ein von ihm gesteuertes Auto in der Nähe des Hotels Heetal zur Explosion, das regelmäßig von Ausländern besucht wird. Ziel des Anschlags war laut Sicherheitskräften aber vermutlich das Haus des Ex-Vizepräsidenten Ahmad Sia Massud. APD

TÜRKEI

Ladenbesitzer tötet zwei Menschen bei prokurdischen Protesten

Ankara - Bei anhaltenden Unruhen nach dem Verbot der kurdischen Partei DTP hat ein Ladenbesitzer am Dienstag zwei Menschen erschossen. Sechs weitere wurden in der südosttürkischen Stadt Bulanik durch Schüsse verletzt, ehe der Geschäftsmann von Polizisten verhaftet wurde. Zuvor hatten Gruppen von Jugendlichen nach türkischen Medienberichten Steine auf Banken und Geschäfte geworfen.APD

EUROPARAT

Menschenrechtsgerichtshof stärkt Informantenschutz der Medien

Straßburg - Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof stärkt das Zeugnisverweigerungsrecht von Journalisten. Die Straßburger Richter urteilten am Dienstag zugunsten britischer Medien, die in Großbritannien zur Offenlegung ihrer Quellen verurteilt worden waren. Die „Financial Times“, die „Times“, die Nachrichtenagentur Reuters und der „Guardian“ hatten durch ihnen zugespielte Dokumente 2001 über ein Übernahmeangebot des Konzerns Interbrew für eine südafrikanische Brauerei berichtet. Daraufhin stiegen die Aktienkurse des südafrikanischen Unternehmens binnen zwei Tagen um das Zwanzigfache. Britische Gerichte bestätigten, die betroffenen Unternehmen hätten ein Recht darauf, die Person zu identifizieren, die den Medien die Dokumente zugespielt habe. Das Urteil wurde jedoch bis heute nicht vollstreckt. Der Menschenrechtsgerichtshof gab nun den Medien recht. Würden die Quellen preisgegeben, könnte das eine abschreckende Wirkung auf künftige Informanten haben, so die Richter. Der Menschenrechtsgerichtshof sprach den Medien 160 000 Euro Auslagenersatz zu. KNA

Klage gegen Minarett-Verbot in Straßburg

Genf - Das in der Schweiz per Referendum beschlossene Bauverbot für Minarette beschäftigt den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Der Ex-Sprecher der Genfer Moschee, Hafid Ouardiri, reichte am Dienstag eine Beschwerde gegen den Volksentscheid ein, weil das Verbot seiner Ansicht nach gegen die Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot verstößt. Das Schweizer Volk hatte die Volksinitiative „Gegen den Bau von Minaretten“ mit 57,5 Prozent Ja-Stimmen angenommen. APD

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar