Politik : NACHRICHTEN

EUROPÄISCHE UNION

Türkei macht weiteren Schritt in Richtung Beitritt

Brüssel - Die Türkei hat einen weiteren Schritt in Richtung EU-Beitritt gemacht. Vertreter der Europäischen Union und der Regierung in Ankara öffneten am Montag nach Diplomatenangaben in Brüssel das zwölfte von insgesamt 35 Beitrittskapiteln. Dieses betrifft den Bereich Umwelt. Die Entscheidung fiel im Beisein des türkischen Europaministers Egemen Bagis. Die vor gut vier Jahren aufgenommenen Beitrittsverhandlungen mit der Türkei verlaufen schleppend. Grund ist vor allem der ungelöste Konflikt um Zypern. AFP


TÜRKEI

Haftbedingungen für Kurdenführer Öcalan verbessert

Ankara - Die türkischen Behörden haben laut Presseberichten die Haftbedingungen des Kurdenführers Abdullah Öcalan nach Protesten seiner Anhänger verbessert. Die Belüftung von Öcalans Zelle im Gefängnis auf der Insel Imrali sei durch den Einbau einer neuen Tür mit einer wasserabweisenden Schicht verbessert worden, berichteten am Montag türkische Zeitungen. Außerdem sei Öcalan mehr Zeit für seinen täglichen Spaziergang außerhalb der Zelle eingeräumt worden. AFP


KUBA

Castro wirft den USA Unterstützung von Dissidenten vor

Havanna - Nach der Festnahme eines US-Bürgers auf Kuba hat Präsident Raul Castro der US-Regierung subversive Aktivitäten vorgeworfen. „Der Feind ist genauso aktiv wie früher“, sagte Castro am Sonntag (Ortszeit) vor dem Parlament in Havanna. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama führe eine „antikubanische Kampagne“ und habe die Opposition mit „hochentwickelten Kommunikationsgeräten“ ausgestattet. AFP

FRANKREICH

Jeder Zweite wünscht Ende der Nationalitätsdebatte

Paris - Die von der französischen Regierung organisierte Debatte über die nationale Identität kommt bei den Franzosen nicht an. In einer Umfrage für die Zeitung „Le Parisien“ sprachen sich 50 Prozent für den Stopp oder die Suspendierung der Debatte aus. Nur jeder Dritte ist für die Fortsetzung. Die Debatte dreht sich vor allem um den Islam und hat der rechtsradikalen Nationalen Front unverhofft eine Bühne verschafft. Die Franzosen hätten verstanden, dass die Regierung mit der monatelangen Debatte von den wahren Problemen ablenken und die Regionalwahl im Frühjahr beeinflussen wolle, sagte Oppositionsführerin Martine Aubry. dpa/hhb

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