Politik : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Sieben CIA-Agenten

auf Militärstützpunkt getötet

Kabul - Beim schwersten Anschlag auf den US-Geheimdienst CIA seit Beginn des Afghanistankriegs sind sieben Agenten getötet worden, unter ihnen auch die Leiterin der CIA-Operationen in der afghanischen Provinz Chost. Sechs CIA- Mitarbeiter wurden bei dem Selbstmordanschlag vom Mittwoch verletzt, teilte CIA-Direktor Leon Panetta am Donnerstag mit. Der Täter kam in einer afghanischen Heeresuniform in die am Stadtrand von Chost gelegene Kaserne und sprengte sich in einer Turnhalle in die Luft. Insgesamt kamen neun Menschen ums Leben. Nach Angaben ehemaliger Geheimdienstagenten war der Täter als Informant auf den Stützpunkt eingeladen und deswegen nicht durchsucht worden. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban in Pakistan. Sie teilten am Freitag mit, der Anschlag sei von einem ehemaligen CIA-Mitarbeiter ausgeführt worden, der die Seiten gewechselt habe. Die Taliban bezeichneten den Anschlag als Vergeltung für den Tod eines ihrer Kommandeure bei einem US-Raketenangriff. In der Kaserne bereitet der US-Geheimdienst der „Washington Post“ zufolge die Drohnenangriffe im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan vor.APD/AFP

USA

Richter stoppt Prozess gegen Sicherheitsfirma Blackwater

Washington - Der Prozess gegen fünf Angestellte der umstrittenen US-Sicherheitsfirma Blackwater wegen der Erschießung von mindestens 14 irakischen Zivilisten ist geplatzt. Ein Bundesrichter wies die Klage zurück, weil sie auf nicht zulässigen Beweismitteln beruhe. Ermittler hätten die Männer nach dem Vorfall in Bagdad dazu befragt, obwohl diese zu dem Zeitpunkt Immunität genossen hätten, bemängelte Richter Ricardo Urbina. Die Entscheidung wurde im Irak scharf kritisiert. „Wir werden vor amerikanischen Gerichten Berufung einlegen“, erklärte ein Regierungsberater. AFP

LITAUEN

Umstrittenes AKW Ignalina endgültig abgeschaltet

Vilnius - Das wegen seiner Sicherheit umstrittene litauische AKW Ignalina, wichtigste Energiequelle des Landes, ist endgültig abgeschaltet worden. Am Donnerstagabend wurde der letzte von zwei Reaktoren sowjetischer Bauart vom Netz genommen. Litauen erfüllt damit eine Bedingung für die Aufnahme in die EU im Jahr 2004. Die Lücke soll durch höhere Leistung konventioneller Kraftwerke und Import geschlossen werden. dpa

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