Politik : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

17 von 24 Kabinettsmitgliedern

vom Parlament abgelehnt

Kabul - Das afghanische Parlament hat 17 von insgesamt 24 vorgeschlagenen Kabinettsmitgliedern abgelehnt. Die Entscheidung der Abgeordneten vom Samstag galt als schwere Schlappe für Präsident Hamid Karsai, der die Vorschläge für die künftigen Minister unterbreitet hatte. Die vom ihm favorisierte Regierung kommt damit nicht zustande. APD

Französische Journalisten

in den Händen von Entführern

Paris - Zwei in Afghanistan verschwundene französische Journalisten sind in den Händen von Entführern. Nach Angaben von France 3 wurden die für den Fernsehsender arbeitenden Reporter am Mittwoch auf dem Weg zu Dreharbeiten gekidnappt. Das Pariser Außenministerium hatte zunächst nur bestätigt, dass es keinen Kontakt zu den Journalisten gebe. Die beiden Entführten sollen laut Informationen ihres Arbeitgebers am Leben sein und gut behandelt werden. Über das Schicksal ihrer drei afghanischen Begleiter sei aber weiter nichts bekannt, hieß es am Samstag. Die Journalisten waren demnach in Afghanistan, um eine Reportage über den Bau einer Straße zu drehen. dpa

SOMALIA

Piraten kapern Frachter

und Chemietanker

London – Piraten haben vor der Küste Somalias einen unter britischer Flagge fahrenden Frachter und einen Chemietanker aus Singapur gekapert. Die „Asian Glory“ mit 25 Besatzungsmitgliedern an Bord wurde am Freitag rund 1000 Kilometer östlich von Somalia überfallen, wie ein Sprecher der EU-Mission Atalanta am Samstag mitteilte. Den Tanker „Pramoni“ mit 24 Mann an Bord brachten die Seeräuber auf dem Weg nach Indien im Golf von Aden in ihre Gewalt. Innerhalb einer Woche wurden vor Somalia damit vier Schiffe gekapert. APD

IRAN

Teheran stellt dem Westen

im Atomstreit Ultimatum

Teheran - Im Streit um das iranische Atomprogramm hat Teheran dem Westen ein Ultimatum gestellt. Die internationale Gemeinschaft habe „einen Monat Zeit“, auf Teherans Bedingungen für eine Anreicherung iranischen Urans im Ausland einzugehen, sagte Außenminister Manuschehr Mottaki am Samstag nach Angaben des staatlichen Fernsehens. Andernfalls werde der Iran das für seinen Forschungsreaktor in Teheran benötigte Uran selbst anreichern. „Dies ist ein Ultimatum“, sagte Mottaki. Wo und durch wen das Uran angereichert werden soll, ist einer der Hauptstreitpunkte im Konflikt um das iranische Atomprogramm. Derzeit liegt ein Kompromissvorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) auf dem Tisch, wonach der Iran 1200 Kilogramm seines schwach angereicherten Urans zur weiteren Anreicherung nach Russland liefern und dann angereichert zurückbekommen soll. Teheran hatte dies bislang abgelehnt, am Dienstag jedoch erklärt, es sei zu einem Uranaustausch bereit, wenn dieser in Etappen geschehe. AFP

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