Politik : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND/USA

Wollte CIA Terrorverdächtigen

in Hamburg töten?

Berlin - Der US-Geheimdienst CIA hat nach einem Magazinbericht die Ermordung eines Terrorverdächtigen in Deutschland geplant, weil dieser zu den Unterstützern von Al Qaida gehört haben soll. Das US-Magazin „Vanity Fair“ berichtete, der Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli sei mit Hilfe der umstrittenen Sicherheitsfirma Blackwater über Wochen an seinem Wohnort Hamburg observiert worden. Dies sei im Rahmen des vom früheren US-Präsidenten George W. Bush gestarteten Programms zum Auffinden von Al-Qaida-Mitgliedern geschehen. Diese sollten gefangen genommen oder getötet werden. Darkazanli war ein Bekannter der Hamburger Todespiloten, die die Anschläge vom 11. September 2001 begingen. Dem Bericht zufolge wurde schließlich der Plan aufgegeben, Darkazanli zu töten. Die Hamburger Staatsanwaltschaft prüft nun, ob Ermittlungen aufgenommen werden. rtr/ddp

USA

Nach vereiteltem Anschlag werden

alle Verdächtigenlisten überprüft

Washington - Nach dem vereitelten Anschlag auf ein Flugzeug am ersten Weihnachtstag überprüfen die USA sämtliche Beobachtungslisten mit Namen von Terrorverdächtigen. Wie ein Sprecher des Weißen Hauses am Montag mitteilte, ordneten Regierungsvertreter die Überprüfung der Listen an, auf denen Verdächtige vermerkt sind, die nicht an Bord eines US-Flugzeuges steigen dürfen. Es sei möglich, dass zuvor „tausende Namen“ von den Listen entfernt oder auf andere Listen übertragen worden seien. AFP

IRAN

Regierung lädt Delegation

des EU-Parlaments aus

Brüssel/Teheran - Nach den erneuten Unruhen im Iran hat eine Delegation des Europaparlaments kurzfristig eine Reise nach Teheran verschieben müssen. Ein neues Datum stehe noch nicht fest, sagte die Leiterin der EU-Iran-Delegation, Barbara Lochbihler (Grüne). Die Absage der iranischen Regierung sei „seltsam“ und bedauerlich. Dagegen hieß es im Iran, die Delegation habe die Reise von sich aus verschoben. dpa

Regierung: Mehrere Ausländer

bei Protesten festgenommen

Teheran - Bei den regierungskritischen Protesten vor gut einer Woche sind im Iran nach Regierungsangaben auch mehrere Ausländer festgenommen worden. „Einige der Häftlinge sind in Propaganda und psychologische Kriegsführung verwickelte Ausländer“, sagte der iranische Geheimdienstminister Heidar Moslehi. Am 27. Dezember war unter anderem ein syrischer Journalist eines Fernsehsenders aus Dubai festgenommen worden; er sitzt immer noch im Teheraner Ewin-Gefängnis in Haft. Die regierungsnahe Website Radschanews berichtete, auch ein Brite sei inhaftiert worden. AFP

NAHOST

USA wollen neuen Plan für Friedensgespräche vorlegen

Jerusalem - Die USA haben offenbar einen neuen Verhandlungsplan vorgelegt, um den Nahostkonflikt beizulegen. Der offiziell zunächst nicht bestätigte Plan sieht vor, die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern innerhalb von zwei Jahren zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen, berichtete die israelische Zeitung „Maariv“. Erstes Verhandlungsthema soll der Grenzverlauf zwischen Israel und dem zukünftigen Palästinenserstaat sein. Der US-Plan sehe vor, den Punkt abzuhandeln, bevor der von Israel ausgerufene zehnmonatige Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland endet. AFP

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