Politik : NACHRICHTEN

Wehrbeauftragter Robbe wirft Bischöfin Käßmann Populismus vor

Hamburg - Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), hält die Äußerungen der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr für unverantwortlich. Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) übe populistische Fundamentalkritik, ohne sich jemals persönlich ein Bild vor Ort verschafft zu haben, und vermittle Tausenden von gläubigen Soldaten das Gefühl, in Afghanistan gegen Gottes Gebote zu handeln, sagt Robbe laut einem Bericht des „Spiegel“. Die Bischöfin habe eine Fürsorgepflicht nicht nur für Kriegsdienstverweigerer, sondern auch für Soldaten, sagte Robbe. Es sei naiv, in Afghanistan mit Gebeten und Kerzen Frieden schaffen zu wollen wie vor 20 Jahren die DDR-Opposition. „Aber niemand hindert Frau Käßmann daran, sich am Hindukusch mit den Taliban in ein Zelt zu setzen und über ihre Fantasien zu diskutieren, gemeinsam Rituale mit Gebeten und Kerzen zu entwickeln“, sagte der Wehrbeauftragte. epd

US-Regierung dementiert  Mordkomplott in Hamburg

Hamburg - Die US-Regierung hat gegenüber deutschen Sicherheitsbehörden angebliche Mordpläne gegen den Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli dementiert. Die Vorwürfe seien falsch, sagten US-Diplomaten einem „Spiegel“-Bericht zufolge bei einem Treffen in der amerikanischen Botschaft im Dezember. Ein CIA-Kommando, das Darkazanli töten sollte, habe es nicht gegeben. Damit reagierten die US-Behörden auf einen Bericht der Zeitschrift „Vanity Fair“, in dem behauptet worden war, die CIA habe nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ein Killerkommando nach Hamburg entsandt, das Darkazanli überwacht habe. ddp

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