Politik : NACHRICHTEN

IRAN

Atomphysiker ermordet

Kairo - Ein iranischer Professor für Atomphysik ist am Dienstag bei einem Bombenattentat in Teheran getötet worden. Der ferngezündete Sprengsatz detonierte nach Angaben des staatlichen Fernsehens als der Wissenschaftler Massoud Ali-Mohammadi in seinen Wagen einsteigen wollte. An dem umstrittenen Atomprogramm seines Landes ist der getötete Quantentheoretiker offenbar nicht beteiligt. Zu Irans Atomenergiebehörde hatte er keine Verbindung, wie deren Sprecher mitteilte. In einer ersten Reaktion erklärte ein Sprecher des Teheraner Außenministeriums im staatlichen Fernsehen, es gebe Anzeichen dafür, dass „Söldner der arroganten Mächte“ in den Vorfall verwickelt seien. Im Sprachkodex der Islamischen Republik sind damit die Vereinigten Staaten und Israel gemeint. Im Sommer letzten Jahres war der iranische Atomwissenschaftler Shahram Amiri, der für die Teheraner Atomenergiebehörde arbeitet, während einer Pilgerfahrt nach Mekka in Saudi-Arabien spurlos verschwunden. Iran beschuldigt Riyadh, den Forscher gekidnappt und an die USA ausgeliefert zu haben. M.G.

JEMEN

Regierung spricht von Verhandlungen Sanaa - Die Regierung des Jemen verhandelt angeblich über die Freilassung der vor sechs Monaten verschleppten fünf Deutschen und eines Briten. Außenminister Abu Bakr al Kurbi sagte am Dienstag, die Geiseln befänden sich in Saada im Norden des Landes, wo Regierungstruppen gegen schiitische Rebellen kämpfen. Zugleich bekräftigte er die Bereitschaft seiner Regierung zum Dialog mit Al Qaida, falls das Terrornetzwerk auf Waffengewalt verzichtet. „Die Geiseln wurden in Saada ausfindig gemacht“, sagte Al Kurbi in der Hauptstadt Sanaa. „Die Verhandlungen über ihre Freilassung laufen.“ AFP

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