Politik : NACHRICHTEN

Wulff wegen Luxusflugs unter Druck

Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) gerät wegen seines kostenlosen Luxusfluges in die USA unter Druck. Die Oppositionsparteien im niedersächsischen Landtag forderten am Sonntag eine vollständige Aufklärung. Wulff hatte nach Angaben seines Sprechers im Mai 2009 bei Air Berlin für seinen Weihnachtsurlaub günstige Economy-Flüge nach Miami gebucht. Die Fluggesellschaft brachte die Familie dann in der Businessklasse unter. Wulff habe die Preisdifferenz inzwischen nachgezahlt. Es sei zumindest „merkwürdig“, dass der Ministerpräsident die ihm von Air Berlin vor mehr als drei Wochen geschenkte Vergünstigung erst jetzt zurückzahle, nachdem der Vorgang öffentlich geworden sei, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Stefan Wenzel. dpa

Kommunen gegen Ärzteforderung

Berlin - Die Kommunen haben unmittelbar vor den am Montag beginnenden Tarifverhandlungen für rund 55 000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern die Gewerkschaftsforderungen zurückgewiesen. „Zu einer Gehaltssteigerung von allein linear fünf Prozent führt kein Weg“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Manfred Hoffmann, am Wochenende in Frankfurt am Main, wo die erste Verhandlungsrunde stattfindet. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund geht mit einer Forderung von fünf Prozent mehr Geld in die Tarifauseinandersetzung. Zudem sollen die nächtlichen Bereitschaftsdienste um etwa ein Drittel besser als bisher honoriert werden. Laut den kommunalen Arbeitgebern addieren sich damit die Forderungen der Ärztegewerkschaft auf über acht Prozent. Für die Krankenhäuser bedeutetet dies Mehrkosten von rund 300 Millionen Euro. dpa

Merkel will mit Kritikern reden

Berlin - CDU-Chefin Angela Merkel will mit katholischen Christdemokraten über deren Kritik am Kurs der Parteispitze reden. Wie aus CDU-Parteikreisen verlautete, kündigte die Kanzlerin auf der Klausurtagung der Partei in Berlin an, sich mit der Spitze des neuen Arbeitskreises Engagierter Katholiken (AEK) in der Union treffen zu wollen. AEK-Sprecher Martin Lohmann begrüßte das Angebot. Einen Termin gibt noch nicht. Laut „Spiegel“ plant auch CSU-Chef Horst Seehofer eine Unterredung mit dem Arbeitskreis. Der AEK hatte sich im November 2009 gegründet. Lohmann hatte vor der Klausur eine stärkere Rückbesinnung auf christliche Werte gefordert. Mit der am Freitag einstimmig verabschiedeten „Berliner Erklärung“ zeigte sich Lohmann nicht ganz zufrieden. Man habe sich eine noch klarere christliche Positionierung gewünscht, sagte er. ddp

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