Politik : NACHRICHTEN

Sauerland-Prozess: Verteidigung

fordert weniger als zehn Jahre Haft

Düsseldorf - Im Prozess gegen die islamistische „Sauerland-Gruppe“ hat die Verteidigung am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf mit ihren Plädoyers begonnen. Die Anwälte des mutmaßlichen Rädelsführers der Gruppe, Fritz. G., forderten eine Haftstrafe von unter zehn Jahren für den 30-Jährigen. Die Bundesanwaltschaft hatte vergangene Woche zwölf Jahre und sechs Monate für G. gefordert. Als strafmildernd sei vor allem das umfassende Geständnis von G. zu würdigen, betonten die Verteidiger. Die vier Angeklagten der „Sauerland- Gruppe“ hatten vor allem US-Ziele wie Militäranlagen und Gaststätten im Visier sowie Discos, in denen Amerikaner verkehren. Dabei sollen die Angeklagten im Auftrag der Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) gehandelt haben, die in Wasiristan im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ansässig ist. ddp

Österreich setzt bei Steuer-CD

auf Amtshilfe aus Deutschland

Berlin/Wien - Bei der Entlarvung österreichischer Steuersünder setzt die österreichische Regierung auf Amtshilfe aus Deutschland: Wenn Deutschland die Daten aus der Schweiz tatsächlich kaufe und darauf österreichische Steuerpflichtige auftauchten, müssten diese aufgrund der EU-Richtlinien umgehend an Wien weitergeleitet werden, sagte Vizekanzler Josef Pröll am Dienstag. Gestohlene Daten aber einfach selbst zu kaufen, hält Bundeskanzler Werner Faymann für „bedenklich“. Bereits vor zwei Jahren hatte Deutschland gestohlene Steuerdaten aus Liechtenstein gekauft und Details zu österreichischen Steuersündern an Wien weitergeleitet. Dabei sei es um 166 Fälle gegangen, darunter 96 Selbstanzeigen, erklärte Pröll. Dem Fiskus habe dies insgesamt 12,7 Millionen Euro in die Kassen gespült. dpa

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