Politik : NACHRICHTEN

Streit um Kreuze

im Düsseldorfer Gericht

Berlin - In Düsseldorf ist ein heftiger Streit über einen Verzicht auf Kreuze im neuen Amts- und Landgerichtsgebäude entbrannt. „Die evangelische und die katholische Kirche unserer Stadt wenden sich auf das Entschiedenste gegen die Verbannung der Kreuze aus den Gerichtssälen“, sagte Stadtdechant Rolf Steinhäuser der „Rheinischen Post“. Auch Superintendent Ulrich Lilie kritisierte die Entscheidung der Gerichtspräsidenten, in dem neuen Justizgebäude nicht mehr die Kreuze aus den alten Sälen anzubringen. „Wir sind noch immer eine christliche Mehrheitsgesellschaft“, betonte er. Landgerichtspräsident Heiner Blaesing beruft sich gegenüber der Zeitung auf das sogenannte Kruzifix-Urteil. Danach müssen Kreuze in Gerichtsälen abgehängt werden, wenn Angeklagte sich daran stoßen. Das Hin und Her von Abhängen und Aufhängen störe das Ansehen des Symbols mehr als der komplette Verzicht, so Blaesing. Er stehe zwar hinter der christlich- abendländischen Tradition. Das Gericht leite seine Würde aber vom Staat ab. Die Entscheidung sei mit der Präsidentin des Oberlandesgerichts, Anne-Jose Paulsen, abgesprochen. KNA

Ex-Schüler solidarisch

mit Bonner Jesuitenkolleg

Bonn - Nach den Vorwürfen sexuellen Missbrauchs haben mehr als 500 ehemalige Schüler und Eltern des Bonner Aloisiuskollegs ihre Verbundenheit mit der Jesuiteneinrichtung erklärt. In einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief bekundeten sie Fassungslosigkeit und Bestürzung und befürworteten die rückhaltlose Aufklärung aller Vorwürfe. Zugleich hoben sie hervor, dass das Kolleg stets von einer Atmosphäre der Offenheit geprägt gewesen sei und zu verantwortungsvollem Handeln angeleitet habe. KNA

Berliner nach Klimagipfel

verurteiltKopenhagen - Zwei deutsche Demonstranten sind zu Haftstrafen verurteilt worden, müssen aber nicht ins Gefängnis. Eine Kammer am Kopenhagener Landgericht verurteilte einen 36-jährigen Berliner Studenten, der einen Polizisten mehrmals getreten hatte, zu 30 Tagen Haft auf Bewährung. Gegen einen 22-jährigen Mann aus Frankfurt/Main wurde eine 14-tägige Haftstrafe verhängt. Er hatte zwei Polizisten mit Wasser bespuckt. Das Gericht sah die Strafe durch die Untersuchungshaft als abgegolten an. dpa

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