Politik : NACHRICHTEN

BIRMA

Junta verweigert UN-Diplomat

Treffen mit Suu Kyi

Rangun - Ohne die erhoffte Begegnung mit Dissidentin Aung San Suu Kyi ist der UN-Berichterstatter für Birma am Freitag aus dem international isolierten Staat abgereist. Die Militärjunta hatte seine Bitte um ein Gespräch mit der unter Hausarrest eingesperrten Oppositionsführerin abgelehnt. „Ich bin enttäuscht und bedaure es sehr, dass ich Aung San Suu Kyi nicht sehen durfte“, sagte Tomas Ojea Quintana. Suu Kyi (64) hat 14 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest verbracht. Während Quintanas Besuch wurden mehrere Aktivisten zu Haftstrafen verurteilt, darunter vier Dissidentinnen und am Freitag der buddhistische Mönch Gaw Thita. dpa/epd

NORDKOREA

Pjöngjang: Auch für Wirtschaftshilfe

keine Aufgabe des Atomprogramms

Pjöngjang - Nordkorea will auch im Gegenzug für wirtschaftliche Hilfen aus dem Ausland nicht auf sein Atomprogramm verzichten. Der Staat habe zu seiner eigenen Verteidigung Nuklearwaffen entwickelt, und „nicht, um irgendjemanden zu bedrohen oder wirtschaftliche Begünstigungen zu erhalten“, erklärte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs hat Nordkorea unterdessen mehrere Seegebiete vor seiner Küste zu Kampfzonen erklärt, darunter auch zwei nahe der Grenze zu Südkorea. AFP

KUBA

Regimekritiker Díaz

nach 20 Jahren Haft freigelassen

Havanna - Kuba hat den Regimegegner Francisco Herodes Díaz nach 20 Jahren Haft freigelassen. Der 53-Jährige sei bereits seit Anfang der Woche auf freiem Fuß, berichtete die exilkubanische Internetzeitung „Diario de Cuba“. Díaz war 1990 unter anderem wegen Terrorismus und Sabotage verurteilt worden. Amnesty International hatte seither mehrmals der kubanischen Regierung schwere Misshandlungen des Menschenrechtsaktivisten vorgeworfen. Nach Angaben der kubanischen Kommission für Menschenrechte sind in den vergangenen Monaten vier weitere politische Häftlinge freigelassen worden. Sie hatten Haftstrafen zwischen zwei und 16 Jahren verbüßt. epd

PAKISTAN

Bruder von Extremistenchef

bei US-Angriff getötet

Islamabad - Bei einem US-Luftangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan ist der Bruder des einflussreichen Extremistenchefs Siradschuddin Hakkani ums Leben gekommen. Wie am Freitag aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlautete, wurden am Vortag neben Mohammed Hakkani drei weitere Aufständische getötet, als von einer Drohne abgefeuerte Raketen ein Haus im Stammesgebiet Nord-Waziristan zerstörten. Unklar war zunächst, ob sich zum Zeitpunkt des Angriffs auch der Chef des Hakkani-Netzwerks in dem Gebiet aufhielt. Das Hakkani-Netzwerk gilt neben den radikalislamischen Taliban um Mullah Omar als eine der gefährlichsten Terrorgruppen in der Region. dpa

USA

Außenministerium sieht Erfolge

beim Kampf gegen Piraten

Washington - Die Erfolgsquote somalischer Piraten hat nach US-Angaben deutlich abgenommen. Auch wenn die Piratenangriffe insgesamt deutlich zugenommen hätten, sei die Erfolgsquote von 60 Prozent im Jahr 2007 auf nun 25 Prozent zurückgegangen, erklärte Tom Countryman vom US-Außenministerium am Donnerstag in Washington. 2009 glückten demnach 50 von 198 Piratenangriffen, 2008 seien es 42 von 122 und 2007 zwölf von 19 gewesen. Die Erfolgsquote der Piraten im Golf von Aden zwischen Somalia und dem Jemen sei auf „fast null“ gesunken. AFP

FRANKREICH

Erneute Störung

in einer Kernforschungsanlage

Paris - In einer französischen Kernforschungsanlage hat sich erneut eine Störung ereignet. Die „Anomalie“ sei bei einem Testlauf in dem Forschungsreaktor in Cadarache in der Provence festgestellt worden, teilte das französische Kommissariat für Atomenergie am Freitag mit. In dem Reaktor sollten demnach neue Steuerstäbe getestet werden, von denen ein einziger normalerweise reichen müsse, um die Kettenreaktion im Reaktor zu stoppen. Einer dieser Stäbe, die in den Reaktorkern eingefahren werden, sei beim Absenken aber „blockiert“ worden. AFP

AUSTRALIEN

Premierminister Rudd droht Japan

wegen Walfangs mit Klage

Sydney - Australien will den umstrittenen Walfang im Südpolarmeer stoppen und hat Japan am Freitag ein Ultimatum gestellt: Sollte das Land nicht aufhören, jedes Jahr hunderte Wale zu angeblich „wissenschaftlichen“ Zwecken zu töten, will Australien klagen. „Wir fordern die Japaner auf, das jährliche Abschlachten von hunderten Walen auf null zu reduzieren“, sagte Premierminister Kevin Rudd. Dazu werde seine Regierung alle diplomatischen Mittel nutzen. dpa

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