Politik : NACHRICHTEN

„Glatteis-Affäre“: Hamburger Bürgerschaftspräsident tritt zurück

Hamburg - Der Präsident der Hamburger Bürgerschaft, Berndt Röder (CDU), ist wegen einer Sonderbehandlung seiner Straße beim städtischen Winterdienst zurückgetreten. Er habe mit seiner Intervention bei Bezirksämtern und Behörden einen Fehler begangen und sich dafür entschuldigt. Nun wolle er die Diskussion beenden, um möglichen Schaden vom Parlament abzuwenden, sagte der Parlamentspräsident am Samstag. Röder hatte seine Wohnstraße von der Stadtreinigung von Eis und Schnee befreien lassen, während im Rest der Stadt wenig geschehen war. Nach seiner Entschuldigung vom Anfang dieser Woche hatte die CDU-Fraktionsspitze noch am Mittwoch an ihm festgehalten. „Berndt Röder sieht ein, dass er sich falsch verhalten hat. Er hat sich entschuldigt und zeigt Reue. Dies haben wir akzeptiert“, hatte Fraktionschef Frank Schira gesagt. Mit der „Glatteis-Affäre“ wollte sich am Montag der Ältestenrat der Bürgerschaft beschäftigten. Die SPD hatte am Freitag ein Treffen von Parlaments- und Fraktionsspitzen beantragt. Mit seinem Rücktritt ist der 61-jährige Röder dem nun zuvorgekommen. Er war seit März 2004 Präsident der Hamburger Bürgerschaft. Abgesehen von einem Intermezzo 1982 war er seit Oktober 1984 ununterbrochen Mitglied der Bürgerschaft. dpa

SPD in Bremen nominiert neuen Wirtschaftssenator

Bremen - Die Bremer SPD hat am Samstag Martin Günthner (SPD) für das Amt des Wirtschaftssenators nominiert. Die Delegierten wählten den 34-jährigen Bremerhavener mit 85 Prozent. Günthner soll am Mittwoch von der Bremischen Bürgerschaft in den Senat gewählt werden. Er wird die Nachfolge von Ralf Nagel (SPD) antreten, der am 11. Februar überraschend zurückgetreten war. ddp

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