Politik : NACHRICHTEN

SOMALIA

Kenia nimmt keine Piraten mehr auf Nairobi - Kenia will künftig keine somalischen Piraten mehr aufnehmen, um ihnen den Prozess zu machen. Kenias Außenminister Moses Wetangula sagte, die Absprachen mit der Europäischen Union würden aufgekündigt und riet befreundeten Staaten, „es anderswo zu versuchen“. Derzeit sitzen mehr als 100 mutmaßliche Seeräuber in kenianischen Gefängnissen, weil an der Anti-Piraterie-Mission Atalanta der EU beteiligte Länder, darunter Deutschland, sie nicht selbst vor Gericht stellen wollen und in Somalia keine Prozesse gewährleistet werden können. Tsp

USA

Weniger Fluggastkontrollen

Washington - Die USA machen zusätzliche Personenkontrollen an Flughäfen ab sofort nicht mehr von der Nationalität der Passagiere abhängig. Entscheidend sei in Zukunft, ob Name, Aussehen oder Reisemuster denen von Terrorverdächtigen entsprechen, hieß es. Dadurch soll die Zahl der Kontrollen deutlich abnehmen. Bisher galt eine „Schwarze Liste“, auf der etwa Kuba, Iran, Afghanistan und Pakistan standen, Die US-Verbündeten Saudi-Arabien, Algerien und Nigeria waren jedoch verärgert, auf der Liste der verdächtigen Staaten aufzutauchen. rtr

RUSSLAND

„Vorbeugende Schläge“ gegen Terror

Moskau - Nach den Selbstmordattentaten in der Moskauer Metro hat Staatspräsident Dmitri Medwedew bei einem Blitzbesuch im Nordkaukasus gedroht, „vorbeugende Schläge gegen Terroristen“ dürften kein Tabu sein, „die Liste der Kampfmaßnahmen“ müsse erweitert werden. Nach Angaben der Zeitung „Kommersant“ war eine der beiden Selbstmordattentäterinnen aus der Metro erst 17 Jahre alt. Der Ehemann der jungen Frau aus Dagestan war vor wenigen Wochen als Untergrundkämpfer von kremltreuen Einheiten erschossen worden. dpa

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