Politik : NACHRICHTEN

Mixa will sich zu angeblichen finanziellen Ungereimtheiten äußern

Augsburg - Der Augsburger Bischof Walter Mixa will am Montag zu Berichten über finanzielle Unregelmäßigkeiten beim Kinderheim St. Josef in Schrobenhausen Stellung nehmen. Es werde dazu eine schriftliche Mitteilung geben, kündigte der Sprecher der Diözese Augsburg, Dirk Voß, an. Zum Inhalt wollte er sich nicht äußern. Nach Informationen der „Augsburger Allgemeinen“ soll Mixa Gelder des Kinderheimträgers Katholische Waisenhausstiftung Schrobenhausen mehrfach „nicht zweckmäßig“ verwendet haben. Als Stadtpfarrer und Kuratoriumsvorsitzender (1975 bis 1996) habe Mixa offenbar Antiquitäten im Wert von 70 000 Mark „nicht satzungsgemäß“ angeschafft. Als Mixa Bischof von Eichstätt war, habe er die 70 000 Mark an die Stiftung zurückgezahlt. ddp

Heimkinder-Verein fordert Abbruch des runden Tisches

Berlin - Der Verein ehemaliger Heimkinder hat den vom Bundestag eingesetzten runden Tisch zur Aufarbeitung der Zustände in deutschen Kinderheimen kritisiert. Die Betroffenen hätten keine angemessene Stimme in dem Gremium, das am 15. April in Berlin erneut zusammenkommt. Außerdem habe der im Januar vorgelegte Zwischenbericht die Taten „bagatellisiert“, sagte die Vereinsvorsitzende Monika Tschapek-Güntner. „Die Täterorganisationen sitzen mit ihren Volljuristen am Tisch, die ehemaligen Heimkinder haben dem nichts mehr als ihre eigene Biografie entgegenzusetzen“, sagte sie. Der Verein kritisiert auch die Rolle der Vorsitzenden, Antje Vollmer (Grüne). Als Politikerin sei die frühere Bundestagsvizepräsidentin dem Staat und als Pastorin der Kirche verpflichtet. „Sie ist also keineswegs neutral. Diese Frau ist für uns nicht mehr tragbar.“ Der runde Tisch müsse abgebrochen und neu konstituiert werden. dpa

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