Politik : NACHRICHTEN

NORDIRLAND

Bombe gezündet

London/Belfast - Eine republikanische Splittergruppe hat in Nordirland erneut einen Bombenanschlag verübt – ausgerechnet an dem Tag, an dem der Regionalregierung offiziell mehr Rechte aus London übertragen wurden. Bei der Explosion vor einer Kaserne in der Nähe von Belfast wurde am Montag kurz nach Mitternacht ein Mann verletzt, berichtete die Polizei. Am Morgen bekannte sich die radikale Gruppe Real IRA zu dem Anschlag. Die Bombe detonierte in der Nähe der Zentrale des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 in Nordirland in der Stadt Holywood. Zum Stichtag 12. April gingen Befugnisse über Polizei und Justiz von London an Belfast über. dpa

RUSSLAND

Richter erschossen

Moskau - Ein für sein Engagement gegen Neonazis bekannter russischer Richter ist in Moskau vor seiner Wohnungstür erschossen worden. Der 47 Jahre alte Eduard Tschuwaschow sei am Montag mit Schüssen in Kopf und Brust getötet worden, sagte ein Sprecher der russischen Generalstaatsanwaltschaft nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Die Bluttat, die vermutlich ein Auftragskiller begangen habe, sei wahrscheinlich ein Racheakt für eine Verurteilung, sagte ein Ermittler. Tschuwaschow habe häufig Prozesse gegen Rechtsradikale geleitet. dpa

SUDAN

Wahlen dauern zwei Tage länger

Nairobi/Khartum - Die ursprünglich für drei Tage geplanten Parlaments- und Präsidentenwahlen im Sudan werden um zwei Tage verlängert. Das entschied die nationale Wahlkommission am Montag, wie der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete. Vorangegangen waren Beschwerden über Unregelmäßigkeiten und Verzögerungen bei den ersten Wahlen seit einem Vierteljahrhundert. dpa

AFGHANISTAN

Karsai verurteilt Angriff

Kandahar - Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat den tödlichen Nato-Angriff auf einen mit Zivilisten besetzten Bus scharf verurteilt. Der Angriff mit vier Todesopfern sei „durch nichts zu rechtfertigen“, sagte Karsai in einer am Montag veröffentlichten Erklärung. Der Beschuss laufe der Verpflichtung der Nato entgegen, Zivilisten zu schützen. AFP

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