Politik : NACHRICHTEN

Früherer Abt des Klosters Ettal gesteht Misshandlungen

Ettal - Der frühere Abt des Benediktinerinternats Kloster Ettal, Edelbert Hörhammer, hat in einer Erklärung eingestanden, Schüler „durch körperliche Züchtigung wiederholt misshandelt“ zu haben. Hörhammer war von 1973 bis 2005 Abt in Ettal. In dieser Zeit habe er auch ihm bekannte Fälle nicht an das Erzbistum München und Freising gemeldet. Aus heutiger Sicht sei das ein Fehler gewesen. ddp

Greenpeace stellt Dokumente

zu Atommülllager Gorleben ins Netz

Berlin - Der Standort für das geplante Atommüllendlager Gorleben ist laut Greenpeace aus politischen Gründen und nicht nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählt worden. Das gehe aus offiziellen Dokumenten hervor, erklärte die Umweltschutzorganisation. Sie hat nach eigenen Angaben Regierungsakten im Umfang von 12 000 Seiten ausgewertet – aus der Staatskanzlei und dem Umweltministerium in Niedersachsen und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Greenpeace will die Dokumente im Internet veröffentlichen. Gorleben sei im November 1976 als Endlagerstandort ins Spiel gebracht worden. Drei Monate später habe sich die Landesregierung auf Gorleben festgelegt. Vorherige Studien hätten andere Orte favorisiert.few

Demjanjuk empfindet Prozess

als „Folter und Tortur“

München - Der mutmaßliche NS-Wachmann John Demjanjuk hat sich vor dem Landgericht München erstmals selbst erklärt. Es sei eine falsche Anklage gegen ihn erhoben worden, hieß es in der von dem 90-Jährigen unterschriebenen Erklärung, die sein Anwalt verlas. Den Prozess bezeichnet er als „Folter und Tortur“. dpa

Guttenberg bricht Verhandlungen

mit Kundus-Anwälten ab

Berlin/Bremen - Das Bundesverteidigungsministerium hat die Gespräche mit den Bremer Anwälten Karim Popal und Bernhard Docke über Schadenersatzleistungen für den Luftangriff von Kundus am Dienstag endgültig abgebrochen. „Uns bleibt jetzt nichts anderes übrig, als den Klageweg zu beschreiten“, sagte Docke des Tagesspiegel. Ein Ministeriumssprecher begründetete den Schritt mit den Worten, die „Mandatslage“ der Bremer sei unklar. Inzwischen hätten sich 30 Familienoberhäupter an die afghanische Menschenrechtskommission AIHCR gewandt und eine Entschädigung unabhängig von den Anwälten gefordert. Künftig will das Ministerium nur noch mit AIHCR verhandeln. stg

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