Politik : NACHRICHTEN

ISRAEL

Koalitionsverhandlungen zwischen

Netanjahu und Livni gescheitert

Tel Aviv - Der designierte israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Koalitionsverhandlungen mit der gemäßigten Kadima-Partei von Außenministerin Zipi Livni für endgültig gescheitert erklärt. Der Chef der rechtsgerichteten Likud-Partei sah nach Angaben einer Sprecherin am Samstag keine Chance mehr für eine große Koalition. Damit stieg die Wahrscheinlichkeit eines Bündnisses der rechten Parteien, was Bemühungen um einen Frieden mit den Palästinensern erschweren dürfte. Netanjahu hat noch etwa einen Monat Zeit, um eine Koalition zustande zu bringen. Sein rechtsgerichteter Likud war aus der Wahl am 10. Februar als zweitstärkste Kraft hinter der liberal-konservativen Kadima hervorgegangen. Da sich der Likud aber mit Verbündeten im rechten Lager auf eine Mehrheit der Parlamentssitze stützen kann, erhielt die Partei den Auftrag zur Regierungsbildung. rtr

USA

Obama-Regierung boykottiert

Rassismus-Konferenz

Washington - Die US-Regierung will eine UN-Konferenz zum Thema Rassismus im April boykottieren. Sie fordert wesentliche Änderungen am geplanten Schlussdokument. Wie das Außenministerium bestätigte, stoßen sich die USA insbesondere daran, dass Israel als einzelnes Land in dem Entwurf wegen der Besetzung von Palästinensergebieten kritisiert wird. Die USA wenden sich ferner gegen eine Passage, in der die „Diffamierung von Religionen“ untersagt wird – eine Initiative islamischer Staaten, die nach Washingtoner Auffassung eine Beschneidung des Rechts auf freie Meinungsäußerung bedeutet. dpa

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