Politik : NACHRICHTEN

IRAN

Kritik an Demo-Verbot von deutscher Firma

Berlin - Der Baustoffkonzern Knauf ist mit einem Demonstrationsverbot für seine Mitarbeiter im Iran auf Kritik bei der Bundesregierung und in der Wirtschaft gestoßen. Die Unternehmensgruppe bestätigte, dass die Geschäftsführung im Iran die Mitarbeiter vorige Woche in einem Brief vor einer Teilnahme an Demonstrationen gegen die Regierung in Teheran gewarnt und mit sofortigen Entlassungen gedroht habe. rtr

IRAK

29 Tote bei Anschlagserie vor Moscheen in Bagdad

Bagdad - Bei sechs Bombenanschlägen vor schiitischen Moscheen in Bagdad binnen weniger Minuten sind mindestens 29 Menschen getötet und 140 weitere verletzt worden. Die Sprengsätze wurden während der traditionellen Freitagsgebete gezündet, teilte die Polizei mit. Beim schlimmsten Anschlag vor einer voll besetzten Moschee im nördlichen Distrikt Schaab riss eine Autobombe mindestens 23 Menschen in den Tod. rtr

PAKISTAN

Gericht: Notstand 2007 war illegal

Islamabad - Das Oberste Gericht in Pakistan hat die Ausrufung des Notstands durch den damaligen Militärmachthaber Pervez Musharraf im Jahre 2007 für verfassungswidrig und illegal erklärt. Der Oberste Richter Iftikhar Chaudhry verkündete das Urteil in der Hauptstadt Islamabad. In seiner Eigenschaft als Armeechef hatte Musharraf den Notstand ausgerufen und Teile der Verfassung außer Kraft gesetzt. Damals wurden auch Chaudhry und 60 kritische Richter aus ihren Ämtern entfernt. dpa

SUDAN

Weiter Blauhelme in Darfur – UN-Mandat verlängert

New York - Angesichts der anhaltenden Gewalt in Darfur hat der UN-Sicherheitsrat das Mandat für die internationale Blauhelmtruppe (Unamid) in der westsudanesischen Krisenregion um ein Jahr verlängert. Jedoch verfügt die Truppe auch zwei Jahre nach der Einsetzung noch nicht über ihre volle Stärke. dpa

KUBA

Kommunisten sagen wegen Wirtschaftskrise Parteitag ab

Havanna - Wegen der derzeitigen Wirtschaftskrise hat die Kommunistische Partei Kubas ihren für Herbst geplanten Parteitag abgesagt. Zugleich wurde die Wachstumsprognose für 2009 weiter auf 1,7 Prozent reduziert. AP

BIRMA

Urteil über Suu Kyi  überraschend verschoben

Rangun - Das mit Spannung erwartete Urteil im Prozess gegen die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist überraschend auf den 11. August verschoben worden. Das Sondergericht in Rangun vertagte nach nur zehn Minuten das Verfahren wegen angeblichen Verstoßes gegen die Auflagen ihres Hausarrests. Zur Begründung hieß es, die Richter brauchten mehr Zeit, sagte ein Anwalt der Nobelpreisträgerin. Der 64-Jährigen drohen bis zu fünf Jahre Haft. dpa

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