Politik : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

UN feuern US-Diplomaten nach Streit

Kabul - Der Streit innerhalb der Vereinten Nationen über die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl in Afghanistan hat jetzt den US-Diplomaten Peter Galbraith den Job gekostet. Zwei UN-Vertreter bestätigten am Mittwoch, dass Galbraith, der ranghöchste Amerikaner in der UN-Mission in Afghanistan, von Generalsekretär Ban Ki Moon zurückberufen worden sei. Galbraith sagte, er wisse nichts davon, dass er gefeuert worden sei. Galbraith und sein Chef Kai Eide hatten eingeräumt, unterschiedliche Auffassungen zu haben, wie mit den Vorwürfen des Wahlbetrugs umzugehen sei. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Galbraith war bereits Mitte September in die USA zurückgereist. AP

FRANKREICH

Schlamperei in Atomanlage

Paris - In Frankreich hat es erneut einen Fall von Schlamperei in einer Atomanlage gegeben. An der Uran-Anreicherungsanlage im südfranzösischen Tricastin sind Schweißnähte von Rohren nicht ordnungsgemäß überprüft worden. Die staatliche Atomaufsicht bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Le Canard Enchaîné“. „Die Sicherheit der Anlage ist nicht beeinträchtigt, da die Rohrleitungen kein radioaktives Material transportieren“, sagte die Sprecherin der Atomaufsicht. dpa

USA

Erste Gespräche mit Kuba

Washington - Zum ersten Mal seit mehreren Jahren hat es zwischen den USA und Kuba wieder Gespräche auf höherer Regierungsebene gegeben. Wie das US-Außenministerium am Dienstag bestätigte, kam die stellvertretende Abteilungsleiterin im Außenamt, Bisa Williams, bei einem Besuch unter anderem mit dem kubanischen Vizeaußenminister Dagoberto Rodriguez zusammen. Auf kubanische Einladung hin sei der kürzer geplante Besuch auf sechs Tage ausgedehnt worden. Williams habe verschiedene kubanische Regierungsbeamte, Vertreter der Opposition und ziviler Organisationen getroffen. Zu den Gesprächsthemen mit der offiziellen Seite hätten auch Migrations- und Wirtschaftsfragen gezählt. dpa

VEREINTE NATIONEN

Aids-Medikamente für Millionen

Genf - Vier Millionen Menschen in den ärmeren Ländern haben im vergangenen Jahr moderne Aids-Medikamente erhalten. Das waren eine Million oder 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Daten gehen aus einem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Bericht hervor, an dem die Weltgesundheitsorganisation WHO, das UN-Kinderhilfswerk Unicef und das UN-Programm zur Bekämpfung von Aids, Unaids, mitgearbeitet hatten. Damit haben in den Schwellen- und Entwicklungsländern rund 40 Prozent der Menschen, die solche Medikamente benötigen, sie auch bekommen. Mindestens fünf Millionen Menschen mit dem Aids-Virus haben jedoch keinen Zugang zu lebensverlängernden Behandlung und Versorgung. dpa

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