Politik : NACHRICHTEN

Zollitsch gegen Runden Tisch zu Aufarbeitung von Kindesmissbrauch

Berlin - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat einen Runden Tisch zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Geistliche abgelehnt. Dafür hatte vor einigen Tagen im Streit mit Zollitsch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) plädiert. „Sexueller Missbrauch von Kindern ist kein spezifisches Problem der katholischen Kirche. Es hat weder etwas mit dem Zölibat zu tun, noch mit Homosexualität, noch mit der katholischen Sexuallehre. Deshalb brauchen wir auch keinen runden Tisch speziell für die katholische Kirche“, sagte Zollitsch der „Welt am Sonntag“. Die FDP reagierte „enttäuscht“ auf das Nein Zollitschs. dpa

Merkel kritisiert CDU-Sponsoring: Grenzen einhalten

Berlin - Angesichts der Sponsoring-Vorwürfe an die CDU hat Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel auf die Einhaltung klarer Grenzen gepocht. „Ich darf (...) nicht das Amt des Ministerpräsidenten vermischen mit dem Sponsoring und den Eindruck erwecken, als würde mit diesem Amt geworben“, sagte sie in der ARD. Es komme darauf an, dass man die Ämter nicht verwechsele. „Natürlich haben wir auch überall Sponsoring“, ergänzte sie. Ähnlich wie in Nordrhein- Westfalen bot die Partei auch in Sachsen bei Veranstaltungen Gespräche mit dem Ministerpräsidenten an. Der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer regte an, Sponsoring in den Rechenschaftsberichten offenzulegen. dpa/ddp

„Bevölkerungsrückgang durch Einwanderung nicht zu stoppen“

Berlin - Deutschland könnte seine Stellung als bevölkerungsreichster EU-Staat in den nächsten 50 Jahren verlieren. „Großbritannien und Frankreich werden 2060 voraussichtlich mehr Einwohner zählen als wir“, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler. Wegen der anhaltend niedrigen Geburtenrate werde die Bundesrepublik nur noch knapp 70 Millionen Einwohner zählen. Derzeit sind es noch 82 Millionen. Nach einer Modellrechnung lasse sich der Bevölkerungsrückgang mit höherer Zuwanderung und Geburtenrate bestenfalls auf 75 Millionen begrenzen. „Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir weniger werden.“ rtr

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