Nahost-Besuch : Bush sieht "neue Chance" für Frieden

Der US-Präsident äußert sich zu Beginn seines ersten offiziellen Besuchs in Israel optimistisch: es gebe eine "neue Chance" für den Frieden. Nur wenige Stunden vor seinem Eintreffen hatte es erneute Zwischenfälle gegeben.

Bush in Israel
Nach der Ankunft am Ben Gurion Flughafen: Bush (rechts) mit Ehud Olmert und Shimon Peres (Mitte).Foto: dpa

Tel AvivGeorge W. Bush betonte nach der Ankunft in Israel, dass die USA ein enger Verbündeter und Garant für die Sicherheit des "jüdischen Staates" bleiben wollen.

Der israelische Präsident Schimon Peres sagte bei der Begrüßung, die kommenden zwölf Monaten seien von entscheidender Bedeutung für den Friedensprozess. Sie seien "ein Moment der Wahrheit"; sollte in dieser Zeit kein Durchbruch erzielt werden, drohten Krieg und Terrorismus. Überdies folge Israel Bushs Rat, indem es die vom Iran ausgehende Bedrohung nicht unterschätze. Regierungschef Ehud Olmert erklärte am Flughafen, Bush sei Israels "stärkster Verbündeter im Kampf gegen Terrorismus und Fundamentalismus".

Palästineser im Gazastreifen getötet

Wenige Stunden vor Bushs Eintreffen hatten militante Palästinenser erneut das israelische Grenzgebiet mit Raketen und Mörsergranaten angegriffen. Insgesamt sollen sie neun Raketen und mehrere Mörsergranaten abgefeuert haben. Die radikale Organisation Islamischer Dschihad teilte in einem Flugblatt mit, sie habe die Geschosse "als Reaktion auf den Besuch Bushs" abgefeuert. Eine Gruppe militanter Palästinenser im nördlichen Gazastreifen, die in das Grenzgebiet geschossen hatten, wurden daraufhin von israelischen Bodentruppen beschossen. Dabei kam nach palästinensischen Angaben ein Palästinenser ums Leben, vier weitere wurden verletzt.

Bis zum Ende des Jahres Friedensabkommen

Die Israelis empfingen Bush mit militärischen Ehren. Während seines dreitägigen Aufenthalts wird Bush auch das Westjordanland besuchen. Bush will den Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern nach der Annapolis-Konferenz Ende November weitere Impulse geben. Beide Seiten erklärten in Annapolis bei Washington, sie wollten bis zum Ende des Jahres ein Friedensabkommen schließen.

Von Freitag an schließt sich eine Reise durch die Golfstaaten Kuwait, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien an. Letzte Station der Bush-Reise ist am 16. Januar Ägypten. (kj/AFP/dpa)

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