Politik : Nahost: Club der Visionäre - "Digiglobe" für Peres

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Eine große Gala im Berliner ICC, 1400 Gäste und mittendrin jene "Visionäre und Tüftler", für die der Preis gedacht ist, den die Deutsche Telekom und das Münchner Magazin "Focus" in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben wollen. Der "Digiglobe" solle "zeigen, welchen Beitrag die multimediale Technik für dieses Jahrhundert bieten kann." Der Regisseur Steven Spielberg erhielt ihn vor zwei Jahren für seine Shoah-Stiftung, die Interviews mit Überlebenden des Holocaust führte und in einem digitalen Archiv aufbewahrt.

Die Ehrung für Schimon Peres gilt wieder einem Stifter: Mit dem Geld seines Friedensnobelpreises rief der Außenminister 1997 das nach ihm benannte "Center for Peace" ins Leben, das die Bedingungen in den palästinensischen Gebieten verbessern helfen will. Das Peres Center unterstützt Firmengründer im Autonomiegebiet, fördert High-tech-Projekte und Startup-Center, vor allem aber palästinensisch-israelische Gemeinschaftsunternehmen. Viele der Initiativen sind durch die Intifada seit dem Jahr 2000 ins Stocken geraten und es ist fraglich, wann Peres sein Credo in die Tat umsetzen kann: "Je besser es den Palästinensern geht, desto bessere Nachbarn werden wir haben." Und gute Nachbarn seien "mehr wert als gute Maschinenpistolen."

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