Nahost : Englische Staatsbürger im Irak entführt

In Bagdad sind erneut Ausländer verschleppt worden. Nach Informationen des Tagesspiegels handelt es sich dabei um fünf britische Staatsbürger, die im Finanzministerium in Bagdad als IT-Experten arbeiteten.

Bagdad - In Bagdad sind mehrere Ausländer entführt worden. Bislang gibt es widersprüchliche Angaben über die Zahl und die Nationalität der Verschleppten. Die drei oder vier Personen wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen aus einer Außenstelle des Finanzministeriums von Männern in Polizeiuniformen verschleppt. Die Entführten sollen für das irakische Finanzministerium Computerkurse gegeben haben. Nach Informationen des Tagesspiegels handelt es sich um fünf Briten, die für das irakische Finanzministerium gearbeitet haben. Zunächst war von drei Deutschen die Rede gewesen. Die deutsche Botschaft in Bagdad und andere relevante Stellen seien nach Angaben des Auswärtigen Amtes eingeschaltet.

Über die Lage herrscht nach wie vor Unklarheit. Aus Bagdad hieß es, die Personen hätten das Ministeriumsgebäude verlassen und seien an einer Sperre entführt worden. Einige der Entführten seien Leibwächter gewesen. Das britische Außenministerium teilte in London mit, dass es den Berichten über die Entführung einer Gruppe westlicher Staatsangehöriger dringlich nachgehe - mittlerweile scheint die Entführung britischer Bürger bestätigt.

Am Rande des Asem-Treffens in Hamburg erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, ihm lägen keine Informationen vor, dass sich auch Deutsche unter den Entführungsopfern befänden. "Die deutsche Botschaft und andere Stellen in Deutschland sind den Meldungen, wonach deutsche Staatsangehörige in Bagdad entführt worden sein sollen, sofort nachgegangen. Bisher sind solche Meldungen nicht erhärtet worden", sagte der Minister. Er fügte hinzu: "Und ich hoffe, dass es dabei bleibt." (tso/Tsp/AFP/dpa)

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