Nahost : Israel reagiert mit Bombenangriff auf Raketenbeschuss

Nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe wieder Angriffe auf das Gebiet geflogen. Flugzeuge bombardierten eine leer stehende Polizeistation, wie Augenzeugen am Sonntag berichteten. Verletzt wurde demnach niemand.

GazaEin Vertreter der israelischen Sicherheitskräfte bestätigte, dass die Luftwaffe "mehrere Angriffe" im Gazastreifen geflogen sei. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hatte zuvor angekündigt, sein Land werde auf die Raketenangriffe radikaler Palästinenser "hart und unverhältnismäßig" reagieren.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak und Außenministerin Zipi Livni stritten derweil über die Strategie für einen Waffenstillstand im Gazastreifen. Barak bezeichnete es bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem nach Angaben seines Ministeriums als realitätsfern zu glauben, dass eine Waffenruhe und ein Ende des Waffenschmuggels ohne Vermittlung Ägpytens möglich wäre. Livni lehnte hingegen jegliche Verhandlungen mit der Hamas ab. "Ich unterstütze Abkommen gegen und nicht mit der Hamas", hob sie nach Angaben ihres Ministeriums hervor. Israel und die USA betrachten die im Gazastreifen regierende Organisation als terroristische Gruppe.

Livni und Barak treten bei den Wahlen am 10. Februar in Israel gegeneinander an. Die Außenministerin ist Spitzenkandidatin der Kadima-Partei, Barak führt die Arbeiterpartei an. Die ägyptische Regierung versucht derzeit, in separaten Gesprächen mit Israel und der Hamas die Bedingungen für eine Waffenruhe auszuhandeln. (rope/AFP)

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