Politik : Nahost: Israelische Extremisten greifen palästinensische Schule an

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Mit einer ganzen Reihe von Terroranschlägen haben die Palästinenser am Dienstag auf israelische Vergeltungsschläge und Attacken des Vortages reagiert. Erstmals gab es auch einen Bombenanschlag israelischer Extremisten gegen Palästinenser. Die Schreckensbilanz des Tages: fünf Tote und mehr als 50 verletzte Israelis, zwei tote Attentäter und acht verletzte palästinensische Anschlagsopfer.

In Nordisrael wurden bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus ein Insasse getötet und elf weitere verletzt. Zu der Tat bekannte sich die Extremistengruppe Islamischer Dschihad. Südlich von Jerusalem feuerten Palästinenser auf israelische Autofahrer. Dabei wurde eine Frau getötet. Bei einem Sprengstoffanschlag wurden auf einem Schulhof in einem arabischen Viertel von Jerusalem sieben Schüler und ein Lehrer verletzt. Zu der Tat bekannte sich im israelischen Rundfunk eine bislang nicht in Erscheinung getretene Gruppe mit dem Namen "Die Rächer der Kinder". Zuvor hatte ein Mitglied der Al-Aksa-Brigaden in einem Restaurant in Tel Aviv drei Israelis getötet. Bei einer Explosion in der Stadt Gaza handelte es sich nach palästinensischen Angaben offenbar um die vorzeitige Detonation eines Sprengsatzes. Hier kamen zwei Palästinenser ums Leben, 15 wurden verletzt. Am Nachmittag feuerten Palästinenser vom Gaza-Streifen aus Granaten auf die israelische Stadt Sederot.

Als Reaktion auf die neue Anschlagserie feuerten israelische Kampfhubschrauber am Morgen drei Raketen auf die palästinensische Sicherheitszentrale in Chan Junis im südlichen Gazastreifen, am Nachmittag attackierten Kampfhubschrauber Polizeistationen in Nablus und Ramallah. Iraks Präsident Saddam Hussein begrüßte unterdessen zwei Selbstmordanschläge der Al-Aksa-Brigaden vom Sonntag. "Ich freue mich, dass Fatah mit Selbstmord-Bombenanschlägen begonnen hat", zitierte die irakische Presse.

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