Politik : Nahost-Konflikt: Bush: Arafat fördert Terror

US-Präsident Bush hat am Freitag Palästinenser-Präsident Arafat vorgeworfen, den Terrorismus zu fördern. Bush bezog sich damit auf die von Israel gestoppten iranischen Waffenlieferungen für die Palästinenser. Er ging aber nicht auf die Frage ein, ob die US-Regierung einen Abbruch der Beziehungen zu Arafat erwägt. US-Medien hatten am Freitag übereinstimmend berichtet, dass die Regierung ihre Nahostpolitik überprüfe. Die in Betracht gezogenen Maßnahmen reichten bis hin zur Schließung des PLO-Büros in Washington und einem Abbruch der Beziehungen. Außenminister Powell bestätigte, dass die USA ihren Kurs überdächten. Bush sagte, er sei enttäuscht von Arafat. Powell teilte mit, er habe am Mittwoch ein ausführliches Telefongespräch mit Arafat geführt. "Arafat weiß, was von ihm erwartet wird."

Bei einem Selbstmordanschlag in Tel Aviv wurden am Freitag mindestens 14 Menschen verletzt, drei davon schwer. Der palästinensische Attentäter kam bei der Explosion in einer Fußgängerzone ums Leben, wie die Polizei mitteilte.

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