Nahost-Konflikt : Flüchtlinge sitzen in der Falle

Zwischen der libanesischen Armee und islamistischen Kämpfern sind im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared erneut Kämpfe ausgebrochen.

Flüchtlingslager
Foto: dpa

Nahr al-Bared -Zwischen der libanesischen Armee und islamistischen Kämpfern sind am Samstagmorgen im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared erneut Kämpfe ausgebrochen.  Auf den Hügeln rund um die Eingänge des Camps stationierte Artillerie-Einheiten beschossen Stellungen von Kämpfern der islamistischen Gruppierung Fatah al Islam. Im Lager stiegen Rauchwolken auf.

Am Freitag hatten sich beide Seiten die heftigsten Gefechte seit Ausbruch der Kämpfe vor knapp zwei Wochen geliefert. Dabei wurden acht Kämpfer der Fatah al Islam getötet, wie ein Verantwortlicher der palästinensischen Fatah-Organisation, Abu Imad Halwani, am Samstag sagte. Fatah und Fatah al Islam sind trotz ähnlichen Namens zwei verschiedene Gruppierungen.

Die Leichen der getöteten Islamisten liegen nach Angaben Halwanis in den Straßen im nördlichen Teil des Camps. Zivilisten seien während der Kämpfe am Vortag nicht verletzt worden. Halwani bestätigte, dass die libanesische Armee noch nicht in das Lager eingedrungen sei.

Bei den Kämpfen am Freitag waren auch drei libanesische Soldaten ums Leben gekommen. Seit Beginn der Kämpfe vor knapp zwei Wochen starben mehr als 80 Menschen. Inmitten des Kampfgebietes harren weiter 5000 palästinensische Flüchtlinge aus. (tso/AFP)

 

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