• Nahost-Konflikt: Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hisbollah-Miliz geplant - BND-Chef Hanning vermittelt

Politik : Nahost-Konflikt: Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hisbollah-Miliz geplant - BND-Chef Hanning vermittelt

Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, hat sich in der vergangenen Woche im Auftrag von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zu einer Vermittlungsmission im Nahen Osten aufgehalten. Der BND bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Die Welt", wollte aber mit Hinweis auf die Sensibilität der Mission keine näheren Angaben zur Reise Hanning machen. Nach Informationen der "Welt" bemüht sich Hanning um einen Gefangenenaustausch zwischen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz und Israel.

Berliner Regierungskreise zufolge seien Hanning und Nahostexperten des BND unter anderem in die libanesische Hauptstadt Beirut gereist, um mit hochrangigen Hisbollah-Vertretern zu sprechen. Die Hisbollah-Führer seien bereit, drei im Oktober entführte israelische Soldaten freizulassen, wenn Israel im Gegenzug 19 arabische Gefangene aus der Haft entlasse. Möglicherweise könne der Austausch noch vor Weihnachten erfolgen. Derzeit überlege die israelische Seite, ob sie die Bedingungen der Hisbollah annehmen wolle.

Der Bundesnachrichtendienst vefügt traditionell über gute Kontakte im Nahen Osten und hat schon früher in der Region vermittelt. Bundeskanzler Schröder soll sich nach Angaben der "Welt" über den Stand der Verhandlungen auf dem Laufenden halten. Die Angelenheit sei ihm persönlich sehr wichtig, heißt es in dem Bericht.

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