Nahost-Konflikt : Israelischer Soldat und zwei Palästinenser bei Kämpfen getötet

Bei Zusammenstößen im Westjordanland und im Gazastreifen sind zwei militante Palästinenser und ein israelischer Soldat ums Leben gekommen. Die israelische Armee nahm zwei gesuchte Palästinenser fest.

Ramallah/Tel AvivDer Soldat starb, als seine Einheit beim Vorstoß in ein Flüchtlingslager in Nablus im Westjordanland auf heftige Gegenwehr seitens junger palästinensischer Kämpfer stieß. Dabei kam auch ein 18-jähriger militanter Lagerbewohner ums Leben, der dem bewaffneten Arm der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) angehörte.

Israelische Truppen waren in den Morgenstunden in das Lager eingerückt, um "terroristische Infrastruktur zu zerstören", erklärte ein israelischer Militärsprecher. Bei der Aktion seien zwei gesuchte Palästinenser festgenommen worden. Die PFLP und der Islamische Dschihad bekannten sich zu der Tötung des israelischen Soldaten. Diese sei durch eine Straßenbombe erfolgt, die von Kämpfern der beiden Organisationen ausgelegt worden waren, sagte ein Sprecher des Islamischen Dschihad. Bei einer Schießerei nahe dem Grenzübergang Eres töteten israelische Soldaten in der Nacht zuvor im Gazastreifen einen weiteren militanten Palästinenser.

Rice spricht mit Olmert und Abbas

Indes wird US-Außenministerin Condoleezza Rice zu einem neuen Besuch in der Region erwartet. Ihre Gespräche mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sollen an diesem Mittwoch beginnen. Rice, die zuletzt im Vormonat mit beiden Spitzenpolitikern zusammengekommen war, will ihre Bemühungen um das Zustandekommen einer geplanten internationalen Nahostkonferenz verstärken.

Olmert und Abbas hatten sich in den vergangenen zwei Monaten mehrfach getroffen, um dem im November in Washington geplanten Spitzentreffen den Boden zu bereiten. Grundsätzlich geht es dabei darum, die Fundamente für die Schaffung eines Palästinenserstaates zu legen. Zu Wochenbeginn hatte Abbas allerdings seine Teilnahme an der Konferenz in Frage gestellt, nachdem Olmert erklärt hatte, dass Israel vorerst nur eine gemeinsame Erklärung und kein umfassendes Rahmenabkommen anstrebe. (mit dpa)

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