Nahost-Konflikt : Peres: Iran will "religiöses Reich" errichten

Der stellvertretende israelische Regierungschef Schimon Peres hat dem Iran im Zusammenhang mit dem Libanon-Konflikt vorgeworfen, ein "religiöses Reich" im Nahen Osten errichten zu wollen.

Paris - "Die Welt, Frankreich eingeschlossen, muss etwas tun, um dieses gefährliche Verhalten zu stoppen", sagte Peres am Donnerstag im TV-Sender France 3. "Das Problem ist einmal mehr der religiöse Ehrgeiz der Perser", fügte der Vizeministerpräsident hinzu. "Selbst unter den Arabern sind viele aus diesem Grund gegen die Hisbollah und gegen die iranischen Ambitionen: Man will den Nahen Osten als arabischen Raum erhalten, nicht als iranisches religiöses Reich."

Peres bestätigte, dass er sich am Vortag bei der Abstimmung über die Ausweitung der israelischen Boden-Offensive im Süden Libanons enthalten hatte. "Das ist eine ziemliche heikle Wahl", sagte der Friedensnobelpreisträger von 1994 in dem France-3-Interview. Israel führt im Libanon Krieg gegen die von Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz. (tso/AFP)

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