Nahost-Konflikt : Wieder Luftangriffe im Südlibanon

Israel hat am Freitag erneut Luftangriffe im Südlibanon geflogen und die Bewohner nochmals aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.

Tyrus/Baalbek - Seit der Nacht habe die Luftwaffe 40 Ziele im Süden des Landes angegriffen, teilte die israelische Armee mit, darunter auch Einrichtungen und Büros der schiitischen Hisbollah-Miliz. Außerdem hätten die Kampfflugzeuge acht verdächtige Fahrzeuge bombardiert, in denen die Hisbollah möglicherweise Waffen transportiert habe. Das Militär habe auch «Raketenabschussrampen» hinter der israelisch-libanesischen Grenze sowie Zufahrtstraßen zu diesen Rampen bombardiert.

Wie die libanesische Polizei mitteilte, flog Israel acht Luftangriffe im Gebiet von Tyrus, rund 80 Kilometer südlich von Beirut. Ein Kampfhubschrauber habe in der Nähe des Hafens eine Rakete abgefeuert und einen Autofahrer verletzt. Auch in der Stadt Baalbek, einer Hochburg der Hisbollah, griff die Luftwaffe erneut an: Israelische Kampfflugzeuge bombardierten mehrere Ziele in der Innenstadt und lösten damit Panik unter den Einheimischen aus. Demnach ereigneten sich viele Unfälle, weil panische Autofahrer versuchten, vor dem Beschuss zu fliehen.

Die israelische Armee rief die Bewohner Südlibanons in arabischen Medien und über örtliche Verwaltungskräfte auf, das Gebiet zu verlassen und in den Norden zu fliehen - «wegen der terroristischen Umtriebe, die von diesem Gebiet ausgehen, und um zivile Verluste zu vermeiden», wie eine Militärsprecherin sagte. (tso/AFP)

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