Nahost-Krieg : Zehn Tote nach israelischem Angriff auf UN-Schule

Bei einem israelischen Angriff auf eine von der UN betriebene Schule im Gazastreifen sind nach Darstellung der örtlichen palästinensischen Gesundheitsbehörde zehn Menschen getötet worden.

Eine von der UN geführte Schule im Gazastreifen wurde von Raketen getroffen. Foto: AFP
Eine von der UN geführte Schule im Gazastreifen wurde von Raketen getroffen.Foto: AFP

Bei einem israelischen Angriff auf eine von den Vereinten Nationen (UN) geführte Schule im Gazastreifen sind nach Darstellung der örtlichen palästinensischen Gesundheitsbehörde mindestens zehn Menschen getötet worden. In der Schule seien palästinensische Flüchtlinge untergebracht, erklärte die Behörde am Donnerstag weiter. Die Verwundeten würden in verschiedenen medizinischen Zentren in der Umgebung der Ortschaft Beit Hanoun versorgt. Mehr als 140.000 Palästinenser sind nach UN-Angaben in den vergangenen Tagen im Gaza-Streifen durch die Kämpfe zwischen der radikal-islamischen Hamas und Israel aus ihren Häusern geflohen. Viele haben Zuflucht in Gebäuden gesucht, die von der UN-Flüchtlingsorganisation UNWAR geführt werden.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte vor Angriffen gewarnt

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte am Mittwoch empört auf den Fund von Raketen radikaler Palästinensergruppen in Schulen der Vereinten Nationen im Gazastreifen reagiert.
Dadurch würden die Gebäude zu möglichen Angriffszielen gemacht und die dort aufgenommenen Flüchtlinge gefährdet, hieß es in einer Erklärung der UN in New York. Ban ließ offen, wem er die Deponierung der Raketen zuschrieb. Der Gazastreifen wird von der radikal-islamischen Hamas kontrolliert, die sich seit zwei Wochen schwere Kämpfe mit israelischen Truppen liefert. (AFP/Reuters)

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