Politik : Nahost-Krise: Gewalt reißt auch Ostern nicht ab

Der palästinensische Planungsminister Nabil Schaath hat die Aussage des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon, er könne einen entmilitarisierten palästinensischen Staat in 42 Prozent des Westjordanlandes akzeptieren, als lächerlich zurückgewiesen. Das Angebot Scharons sei es nicht einmal wert, geprüft zu werden, sagte er der Nachrichtenagentur AP am Samstag. "Das ist alles dummes und lächerliches Gerede."

Scharon hatte am Freitag der Tageszeitung "Maariv" gesagt, er sei im Rahmen eines partiellen Friedensabkommen zu einem weiteren kleinen Truppenabzug aus dem Westjordanland bereit. Mit einem dritten Truppenabzug sei es möglich, für den palästinensischen Staat etwa 42 Prozent des Westjordanlandes freizumachen, sagte Scharon.

Unterdessen wurde im Gazastreifen erneut ein Palästinenser von israelischen Schüssen getroffen. Ein israelischer Militärsprecher berichtete am Samstag, der Mann sei bewaffnet gewesen und habe sich in der Nacht dem Militärposten bei Tel Katifa genähert. Es war unklar, ob der Palästinenser getötet wurde. Auch im Südlibanon kam es am Samstag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah.

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