Politik : Nahost-Krise: Islamischer Dschihad: Militanter als Hamas

Der Islamische Dschihad ("Heiliger islamischer Krieg"), der sich zu der Bluttat am Donnerstag bekannte, ist neben der Hamas die bedeutendste der militanten Palästinenserorganisationen. Die Zahl ihrer Mitglieder wird auf maximal einige hundert geschätzt. Von ihrem Hauptquartier in der syrischen Hauptstadt Damaskus aus führt die Organisation ihren Krieg gegen Israel. Auch Jassir Arafat versucht der Islamische Dschihad zu bekämpfen; den Fundamentalisten ist der Palästinenserpräsident nicht radikal genug. Als erste der Palästinensergruppierungen nahm der 1980 gegründete Islamische Dschihad den bewaffneten Kampf auf: Im Oktober 1987 löste die Ermordung von vier Dschihad-Mitgliedern durch den israelischen Inlandsgeheimdienst den als Intifada bekannt gewordenen ersten Palästinenseraufstand aus. Die Intifada dauerte bis 1993.

Die enge, stets belebte Jerusalemer Innenstadt war schon häufiger Ziel von Bombenanschlägen unterschiedlicher Terroristengruppen

Am 21. August 1995 starben bei einem Anschlag auf einen Autobus vier Menschen, 89 werden verletzt.

Am 25. Februar 1996 sprengte ein Selbstmordattentäter auf der Jaffa-Straße einen Bus der Linie 18 in die Luft und tötete 24 Menschen. Am selben Tag starben bei einem Anschlag in Aschkelon zwei Menschen, darunter der Attentäter.

Am 3. März 1996 sprengte ein Selbstmordattentäter erneut auf der Jaffa-Straße einen Bus der Linie 18 in die Luft. Insgesamt 19 Menschen starben.

Am 30. Juli 1997 starben bei einem doppelten Sprengstoffanschlag auf dem Mehane-Jehuda-Markt 17 Menschen, darunter die beiden Attentäter.

Am 4. September 1997 kamen in der Fußgängerzone der Ben-Jehuda-Straße, einer Seitenstraße der Jaffa-Straße, bei Bombenexplosionen drei Selbstmordattentäter und fünf Passanten um.

Am 6. November 1998 kamen bei einem Anschlag auf dem Mahane-Jehuda-Markt die beiden Täter ums Leben, 24 Menschen wurden verletzt.

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