Politik : Nahost-Krise: Wie sie gerüstet sind

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In puncto Truppenstärke und Ausstattung sind Israelis und Palästinenser höchst unterschiedlich ausgerüstet. Die israelische Armee ist rund 172 500 Mann stark und verfügt über modernste Gerätschaften zur Kriegführung. Nach Angaben des Londoner International Institute for Strategic Studies (IISS) gilt es als sicher, dass Israel rund 100 Atomsprengköpfe hat. Das 130 000 Personen umfassende Heer kann unter anderem auf 3800 Kampfpanzer und mehr als 2500 Abwehrraketen zurückgreifen. Der von den USA bezuschusste Verteidigungshaushalt betrug 1999 umgerechnet 6,7 Milliarden US-Dollar.

Die Palästinenser dagegen haben offiziell gar keine Armee. Das 1995 geschlossene Abkommen von Oslo verbietet ihnen das ebenso wie den Besitz schweren Geräts. Die Palästinenser dürfen lediglich eine 12 000 Mann starke Polizeitruppe haben. Geschätzte Sicherheitskosten pro Jahr: rund 250 Millionen US-Dollar.

Das IISS beziffert die Zahl der paramilitärischen Kräfte der Palästinenser auf 35 000 Mann. Einige palästinensische Widerstandsgruppen unterhalten überdies eigene Milizen, die meist im arabischen Ausland stationiert sind. Jassir Arafats Palästinensische Befreiungsfront PLO zum Beispiel sitzt offiziell in Irak. Die Stärke der von auswärts operierenden Milizen wird auf rund 20 000 Mann geschätzt. Davon gehören rund 8000 zu Gruppierungen, die in Opposition zur PLO stehen.

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